In Zierenberg lockten die Mühle Laar und das sanierte Türmerstübchen Besucher an

Geschichte zum Anfassen

Pause: Lara-Sophie Horn, Peter Fischer und Aylin Köhler machten auf ihrer Radtour auch Station am Mühlenmuseum in Laar. Foto: zhf

Zierenberg. Endlich sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Das Türmerstübchen auf der Ebene des zweiten Umgangs der Zierenberger Stadtkirche erstrahlte pünktlich zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag im neuen Glanz. Und wie es glänzte. Wunderschön und edel präsentierte es sich, hat trotz moderner Ausstattung mit hellem Holzfußboden und strahlend-weißen Wänden nichts an Charme eingebüßt. Das Interesse entsprechend groß, mühten sich zahlreiche Besucher schon am Samstagabend die 147 Stufen hinauf.

Musikalische Lesung

Zur Belohnung gab es nicht nur einen herrlichen Ausblick, sondern auch eine musikalische Lesung im von der Abendsonne durchfluteten Türmerstübchen mit Goethes Linkeus aus „Faust II“, Conrad Ferdinand Meyers Ballade „Das Münster“ und einem Auszug aus Daniela Danz‘ Roman „Türmer“. Auch der lesende Herwig Lukas sowie die Musikerinnen Regine Brunke (Cello) und Regine Kändler (Violine) schienen sich kein besseres Ambiente für den Kulturgenuss vorstellen zu können.

Kirche und Türmerstübchen lockten nicht allein die Besucher auf ihrem Streifzug durch die Denkmäler der Region nach Zierenberg. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann ist auch das Museum Laar dabei und bietet Geschichte zum Anfassen. Die einstige Öl- und Getreidemühle, die bis 1959 in Betrieb und bis 1970 bewohnt war, war auch in diesem Jahr beliebtes Ausflugsziel. Horst Röhling, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins, informierte über die Geschichte, führte die Besucher durch die Mühle und machte sie mit den Werkzeugen vergangener Zeiten vertraut.

Abgeschlossen wurde der Tag würdig mit einem Klangreise-Konzert in der evangelischen Stadtkirche. (zhf)

Quelle: HNA

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