Angela Schmidt-Bernhardt stellt ihr Buch vor

Geschichte einer verstummten Frau

Homberg. Angela Schmidt-Bernhardt, ehemalige Lehrerin an der THS Homberg und jetzige Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg, wird am Mittwoch, 7. November, in der Homberger Buchhandlung Spektrum eine Lesung veranstalten. Beginn ist um 19 Uhr.

Sie wird aus ihrem Buch „Spätsommerhimmel in Sanssouci“ lesen. Darin erzählt die 85-jährige Puti kurz vor ihrem Tod von ihren Jugendjahren in Nazideutschland. Angela Schmidt-Bernhard, Tochter und Autorin, kannte sie als eine Frau, die ein Leben lang ihre Identität verbarg. Nur damals, im Spätsommer 1943, öffnete sie ihr Herz: Der Vater Halbjude, sie Vierteljüdin. Danach, und in der Nachkriegszeit, folgten das große Schweigen – und das wiederkehrende Erschrecken über Neonazis in Deutschland. Schmidt-Bernhardt notiert die Erzählungen ihrer Mutter, findet Briefe und Tagebucheinträge und nähert sich den Gefühlen einer in der gewaltsamen Atmosphäre Nazideutschlands verstummten Frau.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt vier Euro. (red)

Quelle: HNA

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