Wanderaktions-Teilnehmer besuchten historische Stadtführung in Naumburg

Geschichte zum Miterleben

Etappenziel erreicht: (von links) Siegfried Hoffend, Jenny Lang, Petra Müller-Romahn, Ricarda Zill und Daniel Stahl, die Teilnehmer der Wanderaktion 5 Wochen – 5 Trails, sind in Naumburg angekommen und werden von Bürgermeister Stefan Hable begrüßt. Foto: Kessler

Naumburg. Fünf Wanderwege in fünf Wochen ablaufen – dieses Ziel haben sich Siegfried Hoffend, Jenny Lang, Petra Müller-Romahn, Ricarda Zill und Daniel Stahl gesteckt. In dieser Woche sind Urwald- und Habichtswaldsteig an der Reihe, und die Truppe besucht mehrere Orte entlang der Strecke quer durch Nordhessen.

Am Montag waren die fünf Wanderer in Naumburg zu Gast und wurden zunächst von Bürgermeister Stefan Hable begrüßt. „Willkommen in Naumburg“, sagte der. „Ich bin gespannt, wie Ihnen unsere historische Stadtführung gefällt.“ Doch bevor es mit der Stadtführung in historischen Gewändern losging, lud Claudia Thöne von der Stadt Naumburg die Wanderer noch schnell in ein nahes Café ein.

Dort sammelten sich schon die Darsteller der Stadtführung: Verkleidet als historische Figuren aus der Geschichte der Stadt schickten sich einige Bürger der Stadt an, den Gästen die Geschichte Naumburgs von seiner Entstehung im Mittelalter bis zur Brandkatastrophe im Jahr 1684 näherzubringen, bei der die Stadt fast vollständig zerstört worden war.

Stadtschreiber Conradt Schlutz, gespielt von Uwe Bächt, führte die Gäste und weitere Teilnehmer zuerst hoch Richtung Burg.

Schwertkampf

Dort kreuzten Friedrich von Hertingshausen und sein Onkel, Graf Reinhard von Dalwigk, schon die Klingen. Sie stritten darüber, dass die Burg verloren ging, weil der Onkel immer Kriege anzettelte, um mit der Beute sein aufwändiges Hofleben zu finanzieren.

Weiter ging es zum Marktplatz, wo Gräfin Agnes von Dalwigk, von dem Versuch erzählte, ihren Mann auf dem Rücken aus der vom Landgrafen belagerten Weidelsburg zu tragen.

Gräfin Barbara von Waldeck erklärte am Friedhof, warum Naumburg mehrfach die Konfession wechseln musste. An der Kirche erzählte Küster Melchior Ritter vom großen Feuer 1684. Zum Abschluss auf dem Marktplatz bekamen alle Speis’ und Trank von Agnes Elisabeth Schlutz, der Ehefrau des Stadtschreibers.

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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