Raimund Göbner beim Bildhauersymposium

Die Geschichte mit dem süßen Brei

Märchenmotiv: Raimund Göbner lässt aus dem süßen Brei Details wachsen. Foto: privat/nh

Willingshausen. „Ich suche meine Motive eher im Alltäglichen, aber mehr möchte ich dazu eigentlich noch gar nicht sagen“, erklärt der Donaueschinger Künstler Raimund Göbner den fragenden Symposiumsbesuchern.

Sein Arbeitsplatz im Schlosspark in Loshausen beim Bildhauersymposium „Einschlag“ ist meist von einer Menschentraube umlagert. Tag um Tag wachsen aus dem süßen Brei, den er als Märchenmotiv in seiner Skulptur bearbeitet, immer weitere Details heraus: Straßenschluchten, Häuser, Autos, ein Radfahrer…. So nimmt mit dem Brei eine Geschichte ihren Lauf. Der bildhauernde Erzähler sitzt während der Arbeit auf einem Fahrradsattel, der auf einer Klappleiter festgeschraubt ist. Kunst macht eben erfinderisch.

Raimund Göbner, Jahrgang 1969 hat Kunst, Kunstgeschichte, Kunsterziehung und klassische Archäologie studiert. Seit 1991 arbeitet er als freier Holzbildhauer und hat einen Lehrauftrag für Bildhauerei an der Universität Augsburg. (syg)

• Bildhauersymposium Einschlag: bis Sonntag, 19. Mai, täglich ab 15 Uhr für Besucher

• Begleitausstellung: weitere Arbeiten der beteiligten sieben Künstler in der Kunsthalle Willingshausen, geöffnet täglich werktags 14 bis 17 Uhr und am Wochenende 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr

Quelle: HNA

Kommentare