Geschwister-Scholl-Schüler auf kultureller Kaperfahrt

„Hey, hey, Wickie“: Schmissig vorgetragen wurde der Titelsong aus der Zeichentrick-Wikinger-Serie vom Kammermusik-Ensemble und dem Projektchor. Fotos:  Brandau

Melsungen. Zwei Abende voller Seemannsgarn und Piratenromantik boten etwa 60 Schüler aller Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen der begeisterten Schulgemeinde.

Bei dem mittlerweile zur Tradition gewordenen kulturellen Höhepunkt im Schulleben können die Gymnasiasten eigene Gestaltungsideen zu einem fächerübergreifenden Thema verwirklichen – diesmal hatten sie Thema „Seefahrer und Piraten“ gewählt.

Mit „Hoist the Colours“ hisste die verwegene Crew der raubeinigen Piraten und hinreißenden Seeräuberbräute die Startflagge für ein kurzweiliges Programm mit vielfältigen musikalischen und literarischen Interpretationen des Themas. Die Musik stand dabei im Vordergrund. Beeindruckende Eigenkompositionen sowie teils eigenwillige Umsetzungen bekannter Stücke von Brecht über Styx und Silbermond bis zu traditionellen Shanties und Volksliedern begeisterten das Publikum. „Mein Gott, sind die gut!“, rief eine Zuschauerin nicht nur einmal den jungen Akteuren zu.

Die Brecht/Weill’sche Seeräuber-Jenny alias Tamara Bodden, begleitet von Björn Schreck, brillierte neben Seeräuber-Opa Fabian aus „Pippi Langstrumpf“ (Svenja Kroll, Letitia Wahl). Die selbst komponierte „Ballad of John Silver“ (David Höth, Lea Teschauer, Julia Hansmann) ließ die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson am Horizont auftauchen, während die Loreley durch die Eigenkomposition von Jonas Breitenstein, Katharina Dück und Sandra Bodden interpretiert wurde.

Besonders die GSS-Big Band unter Leitung von Elke Jenge brachte die Planken der Aula zum Beben. Aber auch die gesprochenen Textbeiträge verdienten große Beachtung. Die altgriechische Kurzfassung von Homers Odyssee hatte die Lacher verdientermaßen auf ihrer Seite. Kreativ und gekonnt vorgetragene Lesungen zu „Moby Dick“ in Prosa und Lyrik sowie der Vortrag „Die Frau am Meer“ nach Motiven von Henrik Ibsen (beides von Olga Dinner, Jenniffer Kuhnt und Milan Schomber) lösten das Versprechen des literarischen Anteils ein.

Insgesamt gab es viel Lob für die gesamte Besatzung und die Kapitäne und Steuermänner und -frauen (Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Ramona Helmig, Elke Jenge, Jan Kramer und Kathrin Melsheimer). Auch die Kombüse (Sport-GK) die Technik (Dana Krippendorf u.a.) und die Matrosen vom Bühnenaufbau verdienen Anerkennung. (zbr)

Quelle: HNA

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