Gesellig und wehmütig: HNA-Adventskalender blickt ins DRK-Seniorenzentrum

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Nikolausfeier im DRK-Seniorenzentrum Kellerwald: Erwin Stumpf (von links), Marceta Paul (Verwaltungsangestellte), Hans Ahrens (Mitarbeiter Seniorenzentrum) als Nikolaus, Elisabeth Schiffer, Johanna Paeslack und Marta Brand.

Geöffnete Türen sind ein Symbol der Adventszeit. Der HNA-Adventskalender öffnet bis zum 24. Dezember eine Tür bei Menschen in der Region. Heute: Das Seniorenzentrum in Jesberg, Schloßstraße 9.

Geschmückte Weihnachtsbäume, bunt eingepackte Geschenkkartons, Christbaumkugeln und ein Adventskalender auf jedem Flur - weihnachtliche Stimmung zu entwickeln, fällt im DRK-Seniorenzentrum Kellerwald in Jesberg nicht schwer.

Für die 66 Bewohner ist die Adventszeit nicht nur wegen der Dekoration besonders gemütlich, erzählt Elisabeth Schiffer: „Wir kommen öfters zusammen, sitzen nach den Mahlzeiten noch länger gemeinsam an einem Tisch und singen“, sagt die Bewohnerin des Seniorenzentrums.

Vorfreude auf Weihnachten habe sie nicht mehr. Sie freue sich am meisten darüber, mehr mit anderen Bewohnern und Besuchern zusammenzukommen. „Die Freude, wenn die Enkel vorbeikommen, macht den Unterschied“, beschreibt sie.

Die Familie gehört auch im Seniorenzentrum zur Weihnachtszeit. Zum Fest würden etwa zehn Bewohner, die gut zu Fuß sind, von ihren Familien abgeholt, erzählt die Verwaltungsangestellte des Seniorenzentrums, Marceta Paul.

In der Adventszeit bekommen die Senioren besonders viel Besuch - sie würden aber auch verstärkt merken, dass ihnen das familiäre Umfeld fehlt. „Ich spüre, dass die Bewohner deshalb wehmütiger werden“, sagt Paul.

Für mehr Geselligkeit sorgen da Chöre aus der Region. An den Adventssonntagen besucht jeweils ein Chor das Heim, um mit den Senioren gemeinsam zu singen. Außerdem kam zum 6. Dezember auch der Nikolaus und verteilte kleine Geschenke. Ansonsten ändere sich im täglichen Ablauf nicht viel, sagt Bewohner Erwin Stumpf.

Für ihn ist an Weihnachten der Besuch des Gottesdienstes im Seniorenzentrum um 14 Uhr wichtig. „Der Glaube ist alles, ohne ihn nützt es nichts, Weihnachten zu feiern“, sagt er. Wenn es bei dem Fest nur um den Konsum ginge, wäre es schon längst abgeschafft. Kleine Geschenke gibt es im Seniorenzentrum trotzdem.

Denn nach dem Gottesdienst feiern die Bewohner bei Kaffee, Kuchen und Torte Heiligabend in ihrem jeweiligen Wohnbereich. Danach gehen die Heimleitung und Pflegemitarbeiter zu den Senioren, überreichen ein Geschenk und wünschen jedem frohe Weihnachten.

Quelle: HNA

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