Michael Lampe stellt im Maximilianschloss aus – Töchter des Landgrafen in Öl

Gesicht für die Prinzessin

Ausgestellt: Pfarrerin Erika Eckhardt, Maler Michael Lampe und der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Karl-Heinz Margraf vor einem Bild. Foto: zeb

Jesberg. Spielende Prinzessinnen in einem Buchenhain und ein Schmuckgärtchen: Das ist die romantische Idylle, die den nordhessischen Maler Michael Lampe zu einer Bilderserie inspiriert hat. Sieben Bilder und weitere, die thematisch passen, stellt er derzeit im Maximilianschlösschen in Jesberg aus.

Nun sind die Töchter des Landgrafen, die ihre Jugend in Jesberg verbrachten, mit Öl, Acryl und heimischer Erde auf Leinwand gebannt.

„Der Prinzessinnengarten- Traum einer Kindheit“ lautet der Name der Ausstellung und weist daraufhin, dass es um eine romantische, liebevolle Auseinandersetzung mit der Kindheit der Fürstentöchter geht.

„Unser Prinzessinnengarten ist ein historisches Natur- und Gartendenkmal, eine kostbare Antiquität, entstanden aus den Träumen junger Mädchen, verwirklicht von einem kunstsinnigen, ein wenig verschwenderischen Fürsten“, sagte Pfarrerin Erika Eckhardt zur Ausstellungseröffnung.

Ihr ist der Erhalt des historischen Lustgartens eine Herzensangelegenheit und als sie den Maler Michael Lampe vor Jahren traf, dessen besonderes Faible die Sagen- und Feenwelt ist, brachte sie ihn dazu, Bilder über den Prinzessinnengarten anzufertigen.

Auf Initiative von Erika Eckhardt hängen bereits die Bildnisse der Prinzessinnen und deren Vaters Prinz Maximilian von Hessen-Kassel im Begegnungszimmer des Maximilianschlösschen. Damals und heute war der Heimat-und Geschichtsverein, unter der Leitung von Karl-Heinz Margraf, der Organisator der Veranstaltung.

Bürgermeister Günter Schlemmer war voll des Lobes für die engagierte Pfarrerin. Sie trage dazu bei, dass auch bei schmaler Haushaltskasse ein Stück Historie Jesbergs aufrechterhalten erhalten werden könne.

Dankbar zeigte sich der Gemeindechef auch dem Deutschen Roten Kreuz und dem Amt für Denkmalschutz, ohne deren Mithilfe das Maximiliansschlösschen nicht hätte renoviert werden können. Nun bilde dieses Kleinod den Rahmen für ganz unterschiedliche Veranstaltungen. (zeb) • Öffnungszeiten der Begegnungsstätte im Maximilianschloss: Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung mit der Verwaltung des DRK-Altenheimes oder des Rathauses. Die Bilder stehen auch zum Preis von 200 bis 1400 Euro zum Verkauf.

Quelle: HNA

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