documenta-Spaziergang von Kassel zur Gedenkstätte Breitenau mit Künstlern

documenta-Spaziergang von Kassel zur Gedenkstätte Breitenau

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Guxhagen. Inspirierend, intellektuell und gesellig – so beschreiben die Teilnehmer den documenta-Spaziergang von Kassel nach Guxhagen zu der Gedenkstätte Breitenau.

Für Samstag hatten die Künstler Ines Schaber und Gunnar Richter zu der Wanderung eingeladen. Mit dabei waren auch Avery F. Gordon und Lívia Páldi, Agentin der documenta. 20 Spaziergänger aus aller Welt schlossen sich ihnen an.

Aus China, Frankreich, der Schweiz, Indien und England kamen die Kunstinteressierten, um sich über die Geschichte der Gedenkstätte Breitenau zu informieren. „Der Spaziergang soll die Leute willkommenheißen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, sagte Richter, der die Gedenkstätte leitet. Einige Kunstwerke auf der documenta haben einen direkten Bezug zu Breitenau und seiner Geschichte als Arbeitslager. So auch das Kunstprojekt „The Workhouse: Room 2“ von Schaber und Gordon. An diesem begann der mehr als sechsstündige Spaziergang.

Von der Handwerkskammer im Kasseler Stadtzentrum ging es weiter durch die Aue und entlang der Fulda nach Rengershausen und Dittershausen. Bei Gesprächen auf deutsch und englisch über Breitenau mit seiner Geschichte sozialer Ausgrenzung lernten sich die Teilnehmer schnell kennen. „Ich habe hier Leute von überall aus der Welt getroffen“, sagt Oovi Patrao aus Indien.

Auf die Idee, einen solchen Spaziergang anzubieten, waren Ines Schaber und Gunnar Richter schon im November 2010 gekommen. Damals liefen die beiden die etwa 20 Kilometer lange Strecke und tauschten sich über ihre documenta-Projekte aus. „Die Strecke ist eine Art Zwischenraum“, sagte Schaber. Gerade deshalb eigne sie sich so gut, um miteinander ins Gespräch zu kommen. „Der Spaziergang war für mich sehr inspirierend“, sagte die Chinesin Binga Li. In Guxhagen angekommen, ließen die Spaziergänger den Tag bei einem Rundgang durch die Gedenkstätte ausklingen. (yvk)

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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