Mann war am Dienstagnachmittag verschwunden

Gesuchter Gewalttäter aus Gilserberg stellte sich Polizei in Kassel

Gilserberg/Kassel. Der 33-Jährige, der am Dienstag aus der paritätischen Nachsorgeeinrichtung Gilserberg verschwunden war, ist wieder da: Er stellte sich am späten Mittwochabend gegen 22 Uhr in einer Polizeistation im Bereich Kassel.

Der Mann, den die Polizei als gewalttätig beschrieb und der dem Alkohol zuneigte, war mit einem Rollkoffer und dem erklärten Ziel Kassel aufgebrochen. Weil die Polizei damit rechnete, dass er zur Beschaffung von Geld zur Befriedigung seiner Alkoholsucht betteln und Straftaten begehen könnte und gegen eine Bewährungsauflage verstieß, stellte das Landgericht Marburg einen Sicherungshaftbefehl aus.

Nach dem 33-Jährigen war dann öffentlich gefahndet worden. Er wurde laut Polizei jetzt in die forensische Psychiatrie eingeliefert.

In der paritätischen Nachsorgeeinrichtung in Gilserberg werden Suchtkranke betreut. Seit 2008 gibt es das Gebäude im Kernort der Gemeinde. 30 Suchtkranke leben dort in einer stationären Betreuung. Die Einrichtung verfügt auch über eine Werkstatt, in der die Patienten arbeiten.

Zudem gibt es ein weiteres Haus in Gilserberg, das sechs Suchtkranke bewohnen. Auch sie werden über die Nachsorgeeinrichtung betreut. Menschen, die dort unterkommen, leiden an einer starken Abhängigkeit. Sie haben oftmals mehrere Entzüge und Entgiftungen hinter sich. Durch die Sucht entwickelten einige dieser Patienten bereits Psychosen und leiden unter körperlichen sowie psychischen Schäden, heißt es auf der Internetseite der Einrichtung. (zsr/cls)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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