Anne-Frank-Schule: 1000 Euro fürs Frühstück

Inner-Wheel-Club spendete für die Cafeteria der Anne-Frank-Schule

+
Gemeinsam für ein gutes Frühstück: von links Karin Keck (Inner-Wheel-Club), Sozialarbeiter Ulf Schlotthauer, Cafeteria-Leiterin Silvia Schulze, Dr. Ines Paul (Inner-Wheel) und Schulleiter Berthold Umbach.

Fritzlar. Viele Kinder der Anne-Frank-Schule kommen morgens mit knurrendem Magen in die Schule. Das berichten Schulleiter Berthold Umbach und Schulsozialarbeiter Ulf Schlotthauer. Der Inner-Wheel-Club Bad Wildungen-Fritzlar erkannte das Problem und unterstützt die Cafeteria der Anne-Frank-Schule mit 1000 Euro.

So sollen auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien eine gesunde Mahlzeit am Morgen bekommen.

Ermöglicht wurde die Spende zum einen durch Mitgliedsbeiträge des Vereins, zum anderen durch den Verkauf von Waffeln im Gärtnerhof in Fritzlar.

Sozialarbeiter vermittelt

Damit die Spende auch bei den Schülern ankommt, für die sie gedacht ist, nimmt Schulsozialarbeiter Schlotthauer die Rolle des Vermittlers ein. Über ihn können die Schüler Gutscheine für belegte Brötchen bekommen. „Ich kenne unsere Schüler ziemlich gut und weiß, wer sich kein Frühstück leisten kann“, sagte Schlotthauer.

Ursprünglich war die Unterstützung für ein anderes Projekt vorgesehen, nämlich für die Hausaufgabenbetreuung. Laut Schulleiter Berthold Umbach ist die Finanzierung dafür aber durch Geld aus dem staatlichen Bildungspaket gedeckt.

„Da haben wir uns auf die Unterstützung für das Frühstücksangebot geeinigt, da dort die Hilfe am dringensten benötigt wird“, erklärt Dr. Ines Paul, Präsidentin des Inner-Wheel-Club.

Es gebe mehrere Gründe, warum Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen, erläutert Umbach: Betroffen seien zweierlei Gruppen. Zum einen seien das Kinder aus armen Verhältnissen, in denen kein Geld vorhanden ist oder es für andere Dinge verwendet wird. Zum anderen betreffe es aber auch Kinder aus einkommensstarken Familien, in denen sich die Eltern nicht um ihre Kinder kümmerten.

Der Inner-Wheel-Club ist die größte Frauenvereinigung der Welt. Mitglieder sind die Partnerinnen von Rotariern. Allein in Deutschland gibt es 210 Vereine. Ziel ist es, durch Spenden soziale Projekte im lokalen Bereich, aber auch international zu unterstützen. Der erste Club Deutschlands wurde 1968 in Lübeck gegründet.

Quelle: HNA

Kommentare