Mediziner informieren über koronare Krankheiten

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Arbeit am Herzkatheter: Gisela Schmidt und Dr. Wolfgang Dausch an der Arbeit im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist. 

Fritzlar-Homberg. Wenn es passiert, zählt jede Minute: Plötzlich fällt ein Mensch um, der plötzliche Herztod droht. Wenn ein anderer in der Nähe ist, sollte er schnell handeln und mit der Herzdruckmassage beginnen. Aber wie geht das noch mal genau?

Diese und viele andere Fragen sollen in drei Veranstaltungen in den Herzwochen beantwortet werden, zu der das Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist einlädt. Das Thema der Herzwochen sind bundesweit diesmal die koronaren Herzkrankkheiten.

Die Korona (lateinisch Krone oder Kranz) bezeichnet die Adern, die kranzartig um das Herz liegen. Wenn sie verengt oder verkalkt sind, droht Gefahr. Die schlimmste: der Herzinfarkt.

Es sei erwiesen, dass die Rate von Herzinfarkten sinke, wenn in einer Region zuvor gute Aufklärungsarbeit stattgefunden habe, sagt Dr. Wolfgang Dausch, Kardiologe und Ärztlicher Direktor am Hospital. Dazu sollen die Veranstaltungen in Fritzlar, Borken und Homberg beitragen, in denen drei Themen behandelt werden:

• Was ist eine koronare Herzerkrankung?

• Vorbeugung

• Herzinfarkttherapie in der Region.

Es sprechen die Ärzte Stefan Horn, Dr. Murat Yildiz und Dr. Wolfgang Dausch vom Hospital, in Fritzlar zusätzlich der Gudensberger Allgemeinmediziner Dr. Achim Wunsch. Zum Abschluss bekommen die Besucher die Gelegenheit, die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter fachlicher Anleitung an einer Puppe zu lernen beziehungsweise aufzufrischen.

Für die Erkrankungen gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, erläuterte Dausch. Einige davon, wie ein ererbtes Risiko, das Alter sowie das Geschlecht (Männer bekommen statistisch früher einen Infarkt als Frauen) lassen sich nicht beeinflussen.

Andere Faktoren sind dagegen nicht naturgegeben: Übergewicht, Rauchen, hohes Blutfett, (Alters-)Diabetes, Bewegungsmangel und Stress sind die wichtigsten. Dausch stellt fest, dass die Patienten jünger würden, 40-Jährige seien keine Seltenheit mehr.

Es gebe eine hohe Dunkelziffer von Menschen, die an koronaren Herzerkrankungen leiden, ohne das zu wissen. Auch für sie sind die Herzwochen gedacht, denn Aufklärung hilft.

Quelle: HNA

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