Video: Getreide-Bauern fürchten Einbußen

Wolfhager Land. Braun und gelb sind momentan die vorherrschenden Farben auf den Gerste-Feldern im Wolfhager Land – ob sich das ändert, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen.

„Wir befürchten Probleme durch den Frost der vergangenen Monate“, sagt Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes (KBV) Kassel, der auch für den Altkreis Wolfhagen zuständig ist. Die Auswirkungen des langen Frostes seien in der Summe noch nicht abschätzbar. „Wie groß der Schaden sein wird, wird erst sichtbar, wenn in einigen Wochen die Vegetation wieder beginnt, wenn also die Pflanzen anfangen zu sprießen, sofern sie nicht erfroren sind“, erklärt er. Insbesondere die Wintergerste sei davon betroffen.

„Wenn einem Landwirt die Gerste erfroren ist, dann bedeutet das konkret: das Feld umbrechen und neu aufsäen“, erläutert Schulte-Ebbert. Dadurch entstünden doppelte Kosten für die Bestellung des Feldes und gegebenenfalls auch für die erneute Düngung. Unter Umständen sei das Sommergetreide auch schlechter zu vermarkten, als die Wintergerste. Finanzielle Einbußen seien die Folge.

„Erst wenn wir ein paar schöne Tage gehabt haben, kann man sagen, was mit der Wintergerste wird“, erklärt Helmut Flörke. Der Landwirt aus Wolfhagen hat Wintergerste angebaut und hofft auf wärmeres Wetter. „Es ist noch Frost im Boden. Erst, wenn es mehrere Tage lang wärmer als fünf Grad war, zeigt sich, ob die Gerste noch wächst“, sagt Flörke.

Das Problem sei abhängig von der Fruchtsorte, die angebaut werde, fügt er hinzu. „Der Wintergerste geht es bei langem Frost am schlechtesten. Früh gesäter Weizen verträgt den gefrorenen Boden auch nicht gut. Wer Raps angebaut hat, hat das Problem nicht.“ Rapspflanzen seien widerstandsfähiger, so Flörke.

Quelle: HNA

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