230 Filchner-Schüler absolvierten Präventionstraining „Cool sein - cool bleiben“

Gewalt sehen - und helfen

Anti-Gewalt-Training: 230 Siebtklässler der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule absolvierten das Gewaltpräventionstraining Cool sein - cool bleiben und bekamen dafür ein Teilnahmezertifikat. Foto:s zih

Wolfhagen. In der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) gibt es 230 neue Helfer, die bei Gewaltsituationen deeskalierend eingreifen können. Denn alle Mädchen und Jungen der siebten Klassen absolvierten jetzt das Anti-Gewalt-Training Cool sein - cool bleiben.

Veranstaltet hatten es die beiden Diplom-Sozialpädagogen Christiane Büttner und Mario Kiehl von der Landkreisinitiative Sozialarbeit in Schulen (SiS) sowie die beiden Polizeioberkommissare Christian Bültemann und Rüdiger Amstutz vom Polizeipräsidium Kassel.

Dahinter verbirgt sich ein Training für Handlungskompetenz in Gewaltsituationen. Dabei werden die Inhalte der Kampagne Gewalt - Sehen - Helfen auf die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen angepasst und jugendgerecht vermittelt. Dazu zählen Wahrnehmung von potenziellen Konfliktsituationen, Verständnis von der Dynamik von Gewaltprozessen, Umgang mit Stresssituationen und Risiken durch Waffen, oder Bedingungen, die Hilfeverhalten begünstigen.

Das Training sei enorm wichtig, so die beiden Sozialpädagogen und Polizisten, denn die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen wachse stetig.

Bewaffnete Schüler, die Rache an Lehrern oder Lehrerinnen üben, sorgen immer öfter für Aufsehen, Kinder und Jugendliche, die Mitschüler terrorisieren oder mobben, gehören längst zum traurigen Alltag.

Mit dem einmal im Schuljahr an der Wilhelm-Filchner-Schule angebotenen Training Cool sein - cool bleiben sollen die Schüler nicht nur mit der Thematik verbaler und körperlicher Gewalt konfrontiert werden, sondern sie erhalten Tipps und Ratschläge, wie sie vorbeugend und vor allem im Ernstfall helfend eingreifen können.

Rollenspiele

Der 13-jährige Simon Wiegel aus Oberelsungen: „Ein tolles Training, wobei mir besonders die Rollenspiele gefallen haben. Weil hier mögliche reale Situationen durchgespielt wurden.“ Ähnlich äußerten sich auch der ein Jahr jüngere Jonas Döhne aus Istha sowie Julia Wittig aus Wolfhagen und Nikoletta Schubert aus Breuna. Sie sind sich einig: Ein Gewaltpräventationstraining ist hilfreich. Wegschauen sollte man auf keinen Fall. (zih)

Quelle: HNA

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