Gewaltiger Ansturm auf die Windparkbaustelle am Rödeser Berg

Nothfelden.  Für gewöhnlich lässt sich mit einer Baustelle niemand wirklich hinter dem Ofen hervorlocken. Dreht es sich aber um Windräder, die noch dazu mitten im Wald im Entstehen sind, sieht die Sache etwas anders aus.

Dann strömen die Menschen in Massen, wie am Sonntag beim Tag der offenen Baustelle am Rödeser Berg, wo die Arbeiten für den 20 Millionen Euro teuren Windpark der Stadt Wolfhagen in den letzten Zügen liegen.

Aktualisiert um 17.36 Uhr

Drei Busse beförderten die interessierten Bürger im Viertelstundentakt von Wolfhagen rauf in den Wald oberhalb Nothfeldens, wo es die Windgiganten aus nächster Nähe zu betrachten gab. „Hier ist ja mehr los als auf dem Viehmarkt“, äußerte sich eine Besucherin verwundert, und da war sie noch im Bus und hatte die Besucherströme nicht gesehen, die sich bereits weiter oben im Wald ein Bild von den Arbeiten machten. An die 1500 Menschen dürften es gewesen sein, die sich zwischen Gondeln, Generatoren und Baufahrzeuge tummelten. Sogar das Innenleben einer der vier Türme durften sie genauer unter die Lupe nehmen, während der technische Leiter Dieter Spangenberg der Stadtwerke Wolfhagen anhand von Bildern die einzelnen Baustufen des Mammutprojekts erläuterte.

Lange Wartezeiten musste man dafür allerdings in Kauf nehmen, jeder wollte das Windrad von innen sehen. Auch die Freunde Linus Schäfer und Jakob Tripp, die gar nicht genug bekommen konnten und sich gleich zwei mal geduldig in die Schlange stellten. „Das ist alles so unglaublich riesig hier, nicht nur die Türme, sondern auch die Kräne und Werkzeuge“, schwärmte der siebenjährige Linus und wusste kaum, wo er als nächstes hingehen sollte.

Die Generatoren hatten es ihm ebenso angetan wie das an einem Zaun angebrachte Plakat, das die Länge der noch anzubringenden Rotorenblätter veranschaulichen sollte. Stattliche 50 Meter messen die, wie eine Laufstrecke bei den Bundesjugendspielen. 100 Prozent saubere Energie Anders als die großen Windräder, drehten sich die Miniaturversionen am Stand der Energieoffensive Wolfhagen bereits munter im lauen Sommerwind. Gemeinsam mit dem Wassererlebnishaus Fuldatal hatten die Mitarbeiterinnen einen speziellen Bastelbogen entwickelt, der wie die Originale über drei Rotorenblätter verfügte.

Windparkbaustelle Rödeser Berg: Tag der offenen Tür

Weit über 100 Miniwindräder bastelten sie mit den kleinen Besuchern, während sich die Großen über das bislang größte und ehrgeizigste Projekt der Stadt Wolfhagen informierten und gemeinsam mit den Verantwortlichen den letzten Schritt hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien feierten.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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