Körler Parlament genehmigte Nachtragshaushalt - Gewerbe zahlt mehr Steuern

Körle. 450.000 Euro an Einnahmen bei der Gewerbsteuer und damit 100.000 Euro mehr als erwartet, fanden Körles Gemeindevertreter erfreulich. Doch ein höherer Bedarf an Krediten und insgesamt ein Fehlbedarf von 170.000 Euro trübte die Freude am Nachtragshaushalt.

Das sahen sowohl Michael Oetzel für die SPD als auch Joachim Gebauer für die CDU so, bevor beide Fraktionen dem Zahlenwerk zustimmten.

Zur höheren Kreditaufnahme von zusätzlich knapp 208.000 Euro gegenüber den einkalkulierten 293.000 Euro sagte Oetzel, dafür seien Aufträge überwiegend an die heimische Wirtschaft vergeben worden. Unter anderem für die Nahwärmeversorgung im Ortskern, die Erweiterung des Kindergartens und des Sportplatzes und die Erneuerung einiger Innerortsstraßen.

Gebauer hatte unter anderem noch diese Frage an Bürgermeister Mario Gerhold: Warum die Gemeinde noch 51.000 Euro an Außenständenfür den früheren Lebensmittelmarkt im Dorf habe. Gerhold erläuterte, dass nach der Schließung des Edeka-Marktes 2001 sich nur ein Betreiber für die Weizterführung des Ladens gemeldet habe – einer ohne Eigenkapital. Der Familie habe man daher ein Existenzgründerdarlehen gewährt.

Acht Jahre lang habe das Geschäft schwarze Zahlen geschrieben. Das Darlehen wurde in eine Bürgschaft umgewandelkt. Doch dann gingen die Einahmen zurück. Der Dorfladen schloss früher als geplant bereits im September dieses Jahres.

Es sei noch nicht geklärt, ob die ausstehende Darlehenssumme mit dem Warenbestand gedeckt werden könne. Vielleicht fließe ein kleiner Teil der Bürgschaft zurück. Bürgermeister Gerhold: „Das ist der Preis dafür, dass wir acht Jahre im Dorf einkaufen konnten.“ (bmn)

Quelle: HNA

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