Gewerbegebiet in Fritzlar verändert sich und wächst

Fritzlar. Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das gilt in diesen Tagen besonders für das Gelände nahe der Autobahnauffahrt Fritzlar-Nord zur A 49.

Während auf der einen Seite ein neues Wohngebiet entsteht, wächst auf der anderen Straßenseite gerade ein Gewerbegebiet heran. Bereits im September will dort das Autohaus Range einen Handelsplatz eröffnen.

160 Fahrzeuge der Kategorie Weltauto sollen auf einem 7000 Quadratmeter großen Gelände bald zum Verkauf stehen. Das Datum für die Eröffnungsfeier steht schon im Terminkalender von Geschäftsführer Friedrich Keller: „20. und 21. September“, sagt er und lacht. Die Vorfreude beim Team des Autohauses ist groß.

Noch viel zu tun

Doch noch gibt es einiges zu tun: Mit schwerem Gerät sind die Baufirmen bei der Arbeit. Das Gelände wird abgeschottert und Pflastersteine sollen verlegt werden.

Außerdem wird ein Gebäude mit zwei Verkaufsbüros und einer Annahmebühne entstehen. „Wir sind anfangs wegen der langen verregneten Zeit nicht gut voran gekommen, aber wir liegen im Zeitplan“, sagt Peter Hrycak, Geschäftsführer der Projektentwickungsfirma Brautäcker GmbH.

1,2 Millionen Euro investiert das Unternehmen, sagt Range-Geschäftsführer Dirk Braun. Zwei neue Verkäufer gehören bereits zum Team. Insgesamt arbeiten in der Firma 58 Mitarbeiter, davon zwölf Lehrlinge. Zwei Ausbildungsplätze seien noch zu vergeben, sagt Friedrich Keller.

Grund für die Erweiterung sei, dass am Firmensitz an der Wolfhager Straße in Fritzlar einfach nicht genug Platz für den Verkauf von Fahrzeugen und die Kundenfahrzeuge ist. Durch den Neubau habe man künftig mehr Platz am Stammsitz. Während also an der Wolfhager Straße auch künftig Fahrzeuge repariert und verkauft werden, wird man sich im neuen Gewerbegebiet Am Wehren Pfade auf den Verkauf junger, gebrauchter Fahrzeuge konzentrieren.

Beachtliche Entwicklung

Es ist eine beachtliche Entwicklung, die Dirk Braun, Friedrich Keller und Michael Machulik gelungen ist. Ihr Mut zum Risiko wurde belohnt: Als das seit 80 Jahren im Besitz der Familie Range befindliche Autohaus in Fritzlar vor dem Aus stand, sah es für die damals 29 Mitarbeiter schlecht aus für ihre berufliche Zukunft. Es drohte der Verlust des Arbeitsplatzes. Auch Dirk Braun, Friedrich Keller und Michael Machulik machten sich Sorgen. Sie setzten sich zusammen und schmiedeten Pläne, um die Firma und die 29 Arbeitsplätze zu retten. Das Trio schafft es, 225 000 Euro Stammkapital aufzubringen. 2010 hatte das Autohaus Range neue Eigentümer. Seitdem geht es dem Unternehmen so, wie einst der VW Käfer beworben wurde: „Es läuft und läuft und läuft.“ Für so viel Engagement gab es bereits den Hessischen Gründerpreis.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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