Gewerbegebiet Knüllwald: Freude über Ansiedlungserfolge

Knüllwald. Im Gewerbegebiet Remsfeld sind fast alle Grundstücke verkauft. „22 neue Betriebe mit mindestens 150 Arbeitsplätzen sind seit 1998 dort entstanden“, sagt Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller. Das habe alle Erwartungen übertroffen.

Es stehe nur noch eine Fläche zur Verfügung, sagt Ursula Franz, die in der Gemeinde für die Bauleitplanung zuständig ist. Das sei ein Erfolg, denn es sei gelungen Arbeitsplätze zu schaffen und dadurch Menschen in der Gemeinde Knüllwald zu halten.

„Ohne das Gewerbegebiet würde es in der Gemeinde wesentlich schlechter aussehen“, erklärt Müller. Lebensmittelmarkt, Blumenfachhandel, Arzt, Apotheke, Optiker, Krankenpflege, Messeausstattung, Lkw-Waschanlage, das seien nur einige Beispiele dafür, dass es gelungen sei, attraktive Betriebe anzusiedeln. „Wir wollten viele kleinere Betriebe - und das hat geklappt“, sagt Müller. 1998 wurden die Bebauungspläne für das Gewerbegebiet an der Bundesstraße 222 genehmigt. „Wir wollten Arbeitsplätze für die Menschen in der Gemeinde schaffen“, erklärt Bürgermeister Jörg Müller. Das sei gelungen. Einige Betriebe wie Abschleppdienst, Waschpark, Logistiker und Großküche planten Erweiterungen.

Es sei stets auch darum gegangen, den Ortseingang von Remsfeld zu verschönern – auch das sei gelungen. Mehr als das, denn die Betriebe im Gewerbegebiet locken auch Kunden in den Ort. „Wir haben Bäcker, eine Apotheke und eine Post im Ort. Sie sind alle geblieben und weitere Firmen haben sich angesiedelt“, sagt Erwin Wiegel. Das sei zum einen die Auswirkung der Dorferneuerung und nicht zuletzt auch ein Erfolg des Gewerbegebietes.

„Es entsteht eine Art Sogwirkung. Es hat sich viel getan“, sagt Müller. Und das, obwohl während der Wirtschaftskrise so manches Unternehmen, dass sich eigentlich in Remsfeld ansiedeln wollte, wieder abgesprungen sei. Andere hätten keine Zulassung bekommen. „Wenn es um das Factory-Outlet geht, dann sind wir wehmütig“, sagt Müller. Er ist sich sicher, dass der Fabrikverkauf der Region nicht geschadet hätte. Das sah allerdings die nordhessische Regionalversammlung anders und hatte sich 2008 dagegen entschieden. „Da hat unsere Region einen Fehler gemacht“, sagt Müller. Er hoffe noch immer auf ein Umdenken.

Große Hallen und große Betriebe hätten noch ausreichend Platz im interkommunalen Gewerbegebiet bei Remsfeld – nahe der Autobahn. „Das ist eine große Aufgabe für uns, der wir uns nun widmen können“, sagt Müller. In einem kleineren Umfang, aber auch erfolgreich, entwickele sich das Gewerbegebiet in Oberbeisheim. „In dem Gewerbegebiet wird sich bald ein fünfter Betrieb ansiedeln.“

Mehr in der Freitagsausgabe der HNA Fritzlar-Homberg.

Quelle: HNA

Kommentare