Sturm deckte 20 Dächer ab

Tornado in Knüllwald: Geschätzter Schaden beträgt 100.000 Euro

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Ein Sturm verwüstete Teile von Knüllwald

Schwalm-Eder. Der Spuk dauerte nur wenige Sekunden, dann waren in der Nacht zu Samstag im Knüllwalder Ortsteil Remsfeld 20 Dächer teilweise abgedeckt, 50 Bäume umgeknickt oder entwurzelt und drei Gartenhütten zerstört. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Dr. Ullrich Laabs schätzt die Schäden auf mindestens 100.000 Euro.

Als Folge eines Gewitters sorgte kurz nach 23 Uhr vermutlich ein Mini-Tornado für eine Schneise der Zerstörung in Remsfeld. Das Gebiet, in dem der Sturm wütete, lasse sich sehr genau eingrenzen, berichtete Laabs gegenüber der HNA. Die Schneise sei 800 Meter lang und 30 Meter breit – und zwar ziemlich punktgenau.

Aktualisiert um 12.30 Uhr.

Laabs selbst hatte Glück. Sein Haus blieb unversehrt, dabei steht es nur zehn Meter entfernt von einem Gebäude, das besonders stark beschädigt wurde. „Das war schon heftig“, sagt auch Hilmar Walter, der in der Hersfelder Straße lebt. Seine Frau habe regelrecht Panik bekommen, so der 51-Jährige. Auch sie berichtete von einem bedrohlichen Geräusch, als der Mini-Tornado zuschlug.

Etwa 60 Feuerwehrleute waren in der Nacht und am Samstag im Einsatz. Die Helfer aus Remsfeld bekamen Verstärkung aus Appenfeld, Völkershain, Schellbach und Lichtenhagen. Die Feuerwehr Homberg war mit der Drehleiter im Einsatz.

Fotos von den Schäden in Remsfeld

Tornado wütete in Remsfeld

Das ganze Ausmaß der Zerstörung habe man erst in den frühen Morgenstunde erkannt, berichtete Laabs. Am Samstag habe man bis zum Nachmittag die gravierendsten Schäden beseitigt und die meisten Dächer wieder repariert. Mehrere Dachdecker halfen bei den Arbeiten, aber auch viele Menschen aus Remsfeld hätten mit angepackt und ihre Nachbarn unterstützt.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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