Frau vor Gericht wegen Köperverletzung und Brandstiftung

Fritzlar. Wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchter schwerer Brandstiftung steht eine 33-jährige Frau aus Borken vor Gericht. Sie soll Ende 2012 in die Wohnung eines 25-Jährigen eingedrungen sein und ihn nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einer Hand gewürgt und verletzt haben.

Dem Angegriffenen sei es jedoch gelungen, die Frau aus der Wohnung zu drängen. Daraufhin habe sie die Türklinke abgerissen und ein Loch in die Wohnungstür geschlagen. Beim Verlassen des Hauses habe sie zusätzlich die Klingelanlage zerstört.

Eine Woche später soll die Angeklagte die Wohnung des Klägers und seines 44-jährigen behinderten Mitbewohners erneut aufgesucht, eine zusammengerollte Zeitung in das Loch in der Wohnungstür gesteckt und diese angezündet haben. Da der Mitbewohner das Feuer rechtzeitig bemerkt hatte, konnte der 25-jährige Mann den Brand selbst löschen.

Die Mutter zweier Kinder war unter Verdacht geraten, den Brand gelegt zu haben, weil sie nach Aussage des Mitbewohners sowohl bei ihrem ersten Eindringen in die Wohnung als auch einen Tag vor dem Brand eine solche Tat angedeutet haben soll. Während die 33-Jährige am Mittwoch vor dem Amtsgericht den Tatbestand der Körperverletzung und Sachbeschädigung an der Wohnungstür nicht leugnete, stritt sie den Vorwurf der Brandstiftung vehement ab.

Sie habe den Kläger aufgesucht, nachdem dieser ihren Kindern Drogen angeboten haben soll. Angst habe sie ihm machen wollen, von einem Brand sei dabei aber nie die Rede gewesen.

Das Gericht kam beim ersten Hauptverhandlungstermin zu keinem Ergebnis, da unter anderem der Mitbewohner als Hauptzeuge nicht erschienen war. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Quelle: HNA

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