Ortsbeirat übergab einen Defibrilator vor Ort

Gezielte Stromstöße helfen Leben retten

Übergabe an die Helfer vor Ort: von links Ortsvorsteher Otto Wurm und sein Vertreter Reinhold Gerhold mit Björn und Tanja Bodenhorn, daneben DRK-Bereitschaftsleiterin Regina Radloff und Kreisbereitschaftsarzt Andreas Hettel. Foto: Zerhau

Harle. Schnelles Eingreifen bei Herzerkrankungen oder Schlaganfällen kann Leben retten. Deshalb hat das Deutsche Rote Kreuz Anfang des Jahres begonnen, Helfer vor Ort auszubilden. Sie werden zeitgleich mit Rettungsdienst und Notarzt alarmiert und sind normalerweise am Unfallort, noch bevor der Rettungsdienst kommt. Bei Herzstillstand wird ein Defibrilator eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein Gerät, das gesteuerte Stromstöße abgibt, um so das Herz wieder zum Schlagen zu bringen.

Solch ein Gerät, einen automatischen Defibrilator, erhielten jetzt die Helfer vor Ort in Harle, Tanja und Björn Bodenhorn. Ortsvorsteher Otto Wurm und sein Vertreter Reinhold Gerhold überreichten das Gerät. Kreisbereitschaftsarzt Andreas Hettel (Fritzlar) und DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Regina Radloff (Gudensberg) lobten die Initiative des Harler Ortsbeirates.

Das Geld für die Anschaffung des 1200 Euro teuren Geräts stammt vom Überschuss des Harler Dorffestes. Im Vorfeld hatte sich der Ortsbeirat beraten, wie das Geld sinnvoll angelegt werden könne, sagte Ortsvorsteher Wurm.

Tanja und Björn Bodenhorn sind zurzeit zwei von 93 Helfern vor Ort in 60 Städten und Dörfern des Schwalm-Eder-Kreises. Am Wochenende werden weitere 33 Helfer dazu kommen. Bisher wurden die Helfer vor Ort kreisweit 184 Mal alarmiert, Tanja und Björn Bodenhorn waren allein sechs Mal im Einsatz. (zzp)

Quelle: HNA

Kommentare