Es gibt im ganzen Landkreis noch genügend Frischwasservorräte

Schwalm-Eder. Der Landkreis sitzt noch lange nicht auf dem Trockenen. Der seit Monaten fehlende Regen gefährdet zwar mittlerweile die Erträge in der Landwirtschaft, keinesfalls aber die Versorgung der Menschen mit Frischwasser.

„Der Grundwasserspiegel im Landkreis ist noch nicht gefährdet“, sagt Alexander Wilhelm, Geschäftsführer des Wasserverbandes Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg. Auch nicht durch die größeren Mengen, die zurzeit durch die Leitungen rauschen. Werden in regnerischen Zeiten 12.500 Kubikmeter am Tag entnommen, so sind es zurzeit 14.000 Kubikmeter, die die Menschen im Versorgungsgebiet benötigen.

Denn die Gärten sind knochentrocken, die Zisternen und Regentonnen längst überall leer. Auch in der Schwalm. Dennoch habe die ungewöhnliche Trockenheit keinerlei Auswirkungen auf die Brunnen und Quellen und damit auf die Versorgung, sagt Thomas Lammertz, stellvertretender Wassermeister der Stadt Schwalmstadt. Denn beim Frischwasser handele es sich ja nicht um Oberflächen-, sondern um Tiefenwasser. „Wir sind völlig gelassen“, versichert Lammertz. Dazu tragen vor allem die aktuellen Zahlen bei: Die Treysaer zapfen im Schnitt zwischen 1300 und 1500 Kubikmeter Wasser am Tag. In dieser Spanne liege man auch jetzt noch, fehlender Regen hin oder her.

Und auch Martin Dohmann, technischer Betriebsleiter der Melsunger Stadtwerke, beurteilt die Lage alles andere als dramatisch: Es gebe eben in jedem Jahr eine heiße Phase, in diesem Jahr eben ein wenig früher. Die Stadt, die über Tiefbrunnen verfügt, verzeichne bis jetzt keinerlei Schwankungen in der Förderung. „Die Melsunger müssen sich keine Sorgen machen, dass etwa kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt.“ Das bestätigt Alexander Wilhelm: „Wir haben zwar keine Möglichkeit, aber auch keinerlei Notwendigkeit, Regen herbei zu tanzen.“

Quelle: HNA

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