Förderverein rechnet mit 5000 Flaschen

Es gibt wieder mehr Wein am Böddiger Berg 

Böddiger. „Wir sind froh, dass wir in diesem Jahr wieder mehr ernten können“, sagte Klaus Stiegel, der Vorsitzende des Fördervereins Böddiger Berg, bei der Weinlese am nördlichsten Weinberg Hessens. Fünf Tonnen Trauben, schätzt Stiegel, werden es in diesem Jahr werden.

50 Freiwillige halfen am Dienstag bei der Weinlese. Darunter alte Hasen wie Willi Salzmann aus Felsberg, der bisher in jedem Jahr dabei war und auch im eigenen Garten Trauben hat, aus denen er schon Wein gemacht hat. Aber auch einige Neulinge waren unter den Ehrenamtlichen, die mit Gartenscheren die reifen Früchte von den Reben knipsten.

Anna-Maria Faupel aus Fritzlar hat schon Erfahrung bei der Weinlese, aber am Böddiger Berg war sie noch nie dabei. Auch Anneliese Wurst aus Felsberg und Brigitte Bartholmai aus Gensungen bereitet ihre Premiere im Weinberg viel Vergnügen. Den weitesten Weg hatte wohl Wibke Cipa aus Hamburg, die bereits zum dritten Mal dabei war, und extra Urlaub genommen hattte, um bei der Weinlese in Felsberg zu helfen. „Ich verbinde das Ganze mit einem Familienbesuch, denn mein Onkel lebt hier“, sagt Ciba.

„Die Nachfrage nach unserem Wein ist groß “, sagt Stiegel. Er hofft, dass aus dem Ertrag in diesem Jahr rund 5000 Flaschen des nordhessischen Weines gekeltert werden können. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen beiden Jahren, als der Wein qualitativ zwar gut war, aber durch Frostschäden nur wenige Trauben geerntet werden konnten. Auch in diesem Jahr hätten die Früchte eine sehr gute Qualität, sagt Stiegel. Noch heute wird die Ernte vom Böddiger Berg zum Hessischen Staatsweingut Kloster Eberbach nach Eltville gebracht.

Quelle: HNA

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