Melsunger Zahnmediziner will an der Uni lehren

Giesenhagen geht von Bord

Verlässt Melsungen: Dr. Bernhard Giesenhagen mit seinen treuen Mitarbeiterinnen Christine Müller (links) und Elena Koschig.

Melsungen. Der international tätige Melsunger Zahnmediziner Dr. Bernhard Giesenhagen verlässt Ende März die von ihm gegründete Melsunger Gemeinschaftspraxis Am Bitzen. Ab April will der Implantologe an der Goethe-Universität Frankfurt lehren, an der dortigen Uniklinik arbeiten und in Kassel-Wilhelmshöhe in eine Praxis einsteigen. Das kündigte der 59-Jährige am Mittwoch an.

Der gebürtige Melsunger hatte nach seinem Abitur die Bartenwetzerstadt schon einmal verlassen, um in Kiel zunächst Zahnmedizin zu studieren und anschließend eine Chirurgie-Ausbildung zu absolvieren. 1980 hatte sich der Vater von drei Kindern dann in Melsungen niedergelassen und kurze Zeit später das zahnmedizinische Zentrum an der Oberen Mauergasse /Am Bitzen gegründet. Der Idee nach sollten Patienten dort von der Kiefernchirurgie über die Parodontologie bis hin zur Implantologie alle verfügbaren zahnmedizinischen Dienstleistungen unter einem Dach vorfinden.

Tatsächlich entwickelte sich das Zentrum darüber hinaus ab dem Jahr 2003 zu einem Anlaufpunkt auch für Ärzte: 4000 Zahnmediziner aus der ganzen Welt kamen seither, um Bernhard Giesenhagen bei Operationen zuzuschauen und seine Fortbildungen zu besuchen. Dabei stellte der Pionier auf dem Feld des Einpflanzens künstlicher Zähne insbesondere die von ihm entwickelte Knochenring-Technik vor. Auch dieses Jahr will der Zahnmediziner wieder auf alle Kontinente reisen, um die Technik Kollegen vorzustellen.

„Es ist schon bitter, dass ich Melsungen verlassen und meine Patienten im Stich lassen muss“, sagt der 59-Jährige. Als Grund für den Schritt gibt der Melsunger Sand im Getriebe des inzwischen großen Zentrum-Teams an. Seiner Geburtsstadt wird der 59-Jährige aber treu bleiben: Melsungen bleibe der Wohnort für ihn und seine Familie. (lgr)

Quelle: HNA

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