Giftunfall: Feuerwehrleute krank - Fahrzeuge stillgelegt

Felsberg. Zwölf Brandschützer der Felsberger Kernstadtfeuerwehr mussten sich nach ihrem Einsatz beim Homberger Giftunfall selbst krankschreiben lassen. Diese Anzahl sei ihm gemeldet worden, teilte der Felsberger Stadtbrandinspektor Klaus Simon mit, der aus Sicherheitsgründen auch drei Fahrzeuge stillgelegt hat.

Die Felsberger Feuerwehrleute hatten an der Homberger Stadthalle Dekontaminations-Duschen aufgebaut und in normaler Dienstkleidung etwa 20 Betroffene abgeduscht, hieß es aus Feuerwehrkreisen. Nach dem Einsatz hätten sich einige Brandschützer im Melsunger Krankenhaus behandeln lassen müssen.

Giftunfall: Viele Verletzte und Großalarm in Homberg

Stadtbrandinspektor Klaus Simon bestätigte, dass einige Einsatzkräfte nach der Rückkehr aus Homberg über Kopfschmerzen und Reizungen im Halsbereich geklagt hätten.

Der Giftgasunfall hat einmal mehr den Zustand des Feuerwehrhauses in Felsberg in den Blickpunkt gerückt. Dort gibt es nach Angaben der Wehr keine Duschen. Das habe nach dem Homberger Einsatz dazu geführt, dass die Feuerwehrleute nach dem Einsatz in ihre privaten Autos gestiegen seien und sich zuhause geduscht hätten. Inwieweit man dabei etwas verschleppt habe, könne natürlich niemand sagen.

Von der vorsorglichen Stilllegung der Einsatzfahrzeuge sei die Schlagkraft der Kernstadtwehr nicht berührt, sagte der Stadtbrandinspektor. Er sei aber der Ansicht, dass geprüft werden müsse, ob der Innenraum der Feuerwehrfahrzeuge samt Sitzpolster nicht wie die Einsatzkleidung gereinigt werden müsse. (lgr)

Quelle: HNA

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