Kandidaten stellen sich den Fragen – 160 Besucher kamen

Lesertreff: Zwei Kandidaten in Eintracht

Gilserberg. Zwei Kandidaten wollen ins Gilserberger Rathaus. Am Dienstagabend stellten sich Rainer Barth (parteilos) und Lothar Dietrich (SPD) beim Lesertreff in Gilserberg den Fragen des Publikums und denen von HNA-Redakteurin Anne Quehl.

Mehr als anderthalb Stunden lang unterhielten sie das Publikum im Landgasthof Steller in Gilserberg. Eher Harmonie als Kontroverse prägte die Rednerduelle der beiden Kontrahenten.

Die Gemeinde ist klein, die Probleme sind so groß wie vielerorts, brachte HNA-Redakteurin Anne Quehl die Themenauswahl, die den Abend beherrschte, auf den Punkt. Hier einige kurze Auszüge:

• Demographische Veränderungen: Man sollte Leerstände in einem Kataster erfassen und im Gespräch mit jedem Eigentümer Lösungen finden, sagte Barth. Dietrich dagegen warnte davor, die Gemeinde als Makler auftreten zu lassen.

• Interkommunale Zusammenarbeit: Kooperationen sollten ausgebaut werden. Dennoch dürfe das kein schleichender Prozess sein, die Selbstständigkeit aufzugeben, sagte Dietrich. Das sah auch Barth so: Dinge, die alle betreffen, lassen sich gemeinsam machen.

• Nachtfahrverbot B3: Beide Kandidaten sind der Ansicht, dass sich das Verkehrsaufkommen mit dem Weiterbau der A49 reduzieren werde.

Fotostrecke: HNA-Lesertreff

HNA-Lesertreff in Gilserberg

• Energiewende: Lothar Dietrichs Vorwurf eines möglichen Interessenkonflikts wies Rainer Barth, der selbst Windanlagen betreibt, von sich. Regenerative Energie sollte ein Standbein im Haushaltsplan haben. Aus Sicht Dietrichs werde sich die Gemeinde nicht als Investor an Windparks beteiligen.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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