Superschnelles Internet bereits in mehreren Kommunen

Schwalm-Eder-Kreis: Schnelles Internet für immer mehr Einwohner

Schwalm-Eder. Die weißen Flecke der Breitbandversorgung im Schwalm-Eder-Kreis verschwinden. In Schlierbach und in Besse entstehen zwei herausragende Projekte. Die Kunden werden dort mit Glasfaser an das Internet angeschlossen. In Schlierbach sogar bis zum Hausanschluss. Eine Technik, die es sogar in Großstädten nur selten gibt.

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Körle verfügt bereits über eine Glasfaseranbindung und mehrere Stadtteile Melsungens sollen in Kooperation mit der Firma OR-Network ebenfalls ans Netz angeschlossen werden. Das steht in einem aktuellen Bericht der Wirtschaftsförderung Schwalm-Eder. Darin heißt es auch, dass der Landkreis individuelle Konzepte bevorzugt. „Wir wollen weg von einer flächendeckenden Lösung für die Kommunen. Es ist sinnvoller, sie bei ihren Lösungen zu unterstützen“, sagt Hans-Georg Korell, Wirtschaftsförderer des Landkreises.

Zum Beispiel lägen mehrere Glasfaserferntrassen im Landkreis. Die Anrainerkommunen an der A 7 könnten so versorgt werden, an der Bahntrasse bei Neuental führe ein Glasfaserkabel entlang, die Telekom verfüge über Kabel und die Kasseler Firma Netcom kann im Nordkreis ebenfalls auf ein eigenes Netz zurückgreifen. Als Brückentechnologie und um die mobile Versorgung abzudecken solle weiterhin der LTE-Ausbau vorangebracht werden, sagt Korell. LTE bietet einen schnellen funkbasierten Internetanschluss, der die ehemaligen TV-Frequenzen nutzt. Der Landkreis will aber noch mehr: Mit dem Regionalmanagement Nordhessen soll bis 2013 ein Breitbandhochleistungsnetz entstehen.

Alle fünf Landkreise der Region und die Stadt Kassel sollen an ein Glasfasernetz angeschlossen werden. „Wir gehen davon aus, dass die Netzeigentümer kooperieren, auch wenn es unterschiedliche wirtschaftliche Interessen gibt“, sagt Korell. Die Vorteile, wie geringere Erschließungskosten, überwögen.

Quelle: HNA

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