Erst glatte Straßen, nun droht Hochwasser

Schwalm-Eder. Aufgrund des Glatteises am Donnerstagvormittag kam es im Schwalm-Eder-Kreis zu Ausfällen und Verspätungen bei Busverbindungen sowie Behinderungen im Autoverkehr. Mit den steigenden Temperaturen am Wochenende wird das Glatteisrisiko durch die Hochwassergefahr abgelöst.

Bis 7.30 Uhr habe kein Bus die Depots in Homberg und Treysa verlassen, teilte die RKH mit. Später waren besonders die Nebenstrecken und Höhenlagen betroffen. Mehr Unfälle als üblich registrierte die Polizei nicht.

Zum Glück seien derzeit Schulferien, das habe die Lage im Busverkehr entspannt, sagte Mike Stämmler, Geschäftsführer der Nahverkehr Schwalm-Eder. Verspätungen und Ausfälle habe es besonders in der Region Knüll gegeben. Nach Angaben des NVV gab es auch rund um Fritzlar Verzögerungen.

Langsamer als sonst kamen auch die Rettungskräfte zu ihren Einsatzstellen, teilte die Leitstelle in Homberg mit. An der Auffahrt der A 49 in Richtung Kassel hatte sich ein Laster quergestellt. Auf Steigungstrecken, wie zwischen Michelsberg und Dorheim oder in der Sachsenhäuser Straße in Schwalmstadt blieben die Autos teilweise kilometerlang liegen. Auch die Ederbrücke in Fritzlar war zeitweise gesperrt.

Mit den steigenden Temperaturen am Wochenende wird das Glatteisrisiko durch die Hochwassergefahr abgelöst. Allerdings erwartet Uwe Wunsch, beim Kreis für Katastrophenschutz zuständig, keine große Flut. „Das ist bei Tauwetter eher selten“, sagte er. Gefährlich werde es, wenn starker Regen dazu komme.

Seit zwei Tagen bereits warnt laut Wunsch der Deutsche Wetterdienst vor Hochwasser, doch beim Kreis und den Kommunen sei man gut vorbereitet. Die Prognosen für die Pegelstände an Eder, Fulda und Schwalm gehen zunächst von der niedrigsten Warnstufe aus. Lediglich an der Fulda rechne man nach dem Wochenende mit einer höheren Warnstufe. An der Schwalm sorgten die Rückhaltebecken für Hochwasserschutz. (bal/ ula)

Quelle: HNA

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