Volles Haus in der Nikolaikirche: Konzert mit dem Gospelchor Raboldshausen

Glaube trifft Lebensfreude

Homogene Klangfarbe und besondere Akzente: Der Gospelchor Raboldshausen präsentierte neben Traditionals und Spirituals auch moderne Titel, unter anderem von Kirchenmusiker Peter Hamburger aus Kassel. Fotos:  Rose

Neukirchen. Der Sonntag war ein fröhlicher Tag für den Gospelchor Raboldshausen und die vielen Zuhörer in der Nikolaikirche Neukirchen: Und diese Botschaft transportierten die Sänger auch gleich zu Beginn ihres Konzertes im Knüll. Mit Edwin Hawkins Welthit „Oh happy day“ aus dem Jahr 1968 begrüßte der Chor die Besucher, die sich in den Bänken im Kirchenschiff und der Empore zurücklehnten und einfach nur genossen. Vorsitzende Franziska Heußner versprach: „Sie hören Spirituals, Traditionals, aber wir zeigen auch, wie vielfältig Gospelmusik sein kann und wie sie sich weiterentwickelt hat.“

Das Versprechen lösten die Akteure sogleich ein. Mit „In your presence“ interpretierten die Sänger einen modernen Gospel des Kasseler Kirchenmusikers Peter Hamburger. Stimmlich homogen und dennoch mit farbigen Akzenten in den einzelnen Stimmen hauchten die Sänger auch Gospel-Klassikern neues Leben ein. Lebensfreude und Optimismus versprühten die in Zulu gesungenen Titel „Theledi“ und „Nkosi sikele´i Afrika“. Eine modernere Interpretation schloss sich an: Der erst 2005 enstandenen Titel „How great is our god“. Und so wechselte das vielschichtige Programm zwischen Liedern, die Ruhe und Einkehr ausstrahlten und farbenprächtigen und schillernden Glaubensbekenntnissen. Mit „Calling my children home“ (übersetzt: Rufe meine Kinder nach Hause) wagte der Chor einen Ausflug ins Repertoire der amerikanischen Kirchenlieder. „Dabei klingt der Titel wie ein Bittruf an die Kinder dieser Erde“, verdeutlichte Montreal Smith.

Medley von Michael Jackson

Der Chorleiter bewies einmal mehr auch seine gesanglichen Qualitäten und überzeugte als frischer und temperamentvoller Solosänger, der das Publikum buchstäblich von den Kirchenbänken riss. Anfangs brauchte es noch die eine oder andere Aufforderung, doch schnell ließen sich die Besucher von der sprühenden Lebensfreude anstecken. Die war auch spürbar bei einem besonders arrangierten Medley – „Better place“ und „Heal the world“. Beide Titel schrieb Michael Jackson, einen zusammen mit Lionel Richie. Belohnt wurde der Chor mit langem Applaus, den sich die Sänger redlich verdient hatten.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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