Gleisübergang am Guxhagener Bahnhof gesperrt: Reisende müssen durch Unterführung

+
Zu wenig Platz für rund 800 Fahrgäste: Bahnreisende müssen in Guxhagen nun durch eine schmale Unterführung, um den zweiten Bahnsteig zu erreichen.

Guxhagen. Am Guxhagener Bahnhof steigen täglich rund 860 Fahrgäste an den beiden Bahnsteigen ein und aus. Seit Montag ist der Übergang zwischen den Gleisen gesperrt.

Von dem Bahnmitarbeiter, der zuvor den Übergang gesichert hat, fehlt jede Spur. Die elektronische Schranke, die in den letzten Monaten den Gleisübergang regelte, ist außer Betrieb. Die Deutsche Bahn hat bereits begonnen, einen neuen Bahnsteig neben den Gleisen, auf der Seite des Raiffeisengebäudes, zu bauen. Die Reisenden müssen nun durch eine Unterführung - entlang der Kreisstraße zwischen Bahnhofs- und Raiffeisengebäude - um den Bahnhof herum laufen, um zum zweiten Bahnsteig zu gelangen. Oder wenn sie dort aussteigen und zu ihren Autos oder zum Bus wollen.

Doch das ist nicht das einzige Problem: Der Gehweg in der Unterführung ist lediglich 75 Zentimeter breit. Für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen ein Hindernis. Zudem pendeln täglich viele Schüler nach Kassel und Melsungen. „Laut Vorschrift muss ein Gehweg mindestens eineinhalb Meter breit sein. Der Weg ist nicht behindertengerecht. Er ist auch gefährlich“, sagt Martin Graefe, Vorsitzender der CDU-Fraktion Guxhagen. Die vier Fraktionen haben sich zusammengeschlossen und nun in einem Antrag an die Deutsche Bahn eine schnelle, kostengünstige, aber vor allem sichere und barrierefreie Lösung gefordert. (nsk)

Mehr lesen Sie in gedruckten Freitagsausgabe der HNA.

Quelle: HNA

Kommentare