Aufstieg in den 1488 erbauten Balhorner Kirchturm

Wo die Glocke läutet

Im Glockenturm: Klaus Otto erläutert den Besuchern in der evangelischen Kirche Balhorn die historischen Hintergründe und die Baulichkeiten. Foto: zek

Balhorn. Wenn sich in Balhorn die Türen zum Kirchturm öffnen, finden sich regelmäßig zahlreiche Besucher ein. So auch am Sonntag, als Reinhard Reitze und Klaus Otto zu Führungen durch die Balhorner Kirche sowie hinauf zum Kirchturm eingeladen hatten.

Mit ihren um 1488 erbauten Kirchturm, der ursprünglich als Wehr- und Schutzturm errichtet worden war, zählt die Balhorner Dorfkirche zu den architektonisch bemerkenswertesten Kirchenbauten im Altkreis Wolfhagen. „Dieser Teil der Kirche diente früher als Festung, in die sich die Menschen in Kriegsfällen zurückzogen“, führte Reinhard Reitze aus.

Als im Jahr 1724 die barocke Turmhaube auf den Schutzturm angebracht wurde, erhielt der Kirchturm seine Funktion als Glockenturm. Noch heute befindet sich hierin die historische Henschel-Glocke aus dem 18. Jahrhundert, die von den interessierten Besuchern ebenfalls besichtigt werden konnte.

Schmuckstück

Der Neubau des heutigen Kirchenschiffes als klassizistischer Saalbau wurde 1748 fertig gestellt. Bereits beim ersten Blick in das vor wenigen Jahren umfassend renovierte Kirchenhaus entpuppt sich das Gebäude als wahres Schmuckstück.

Durch die beiden um 1885 angebauten Seitenschiffe erhielt die Balhorner Kirche ihre bis heute erhaltene zentrale Kreuzform, mit der sie unter den evangelischen Kirchen im Altkreis Wolfhagen eine klare Sonderstellung einnimmt. (zek)

Quelle: HNA

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