A. E. Johann-Stiftung veranstaltet einen Schreibwettbewerb für junge Menschen

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Reisen und dann berichten: Rudi Zülch mit einem der Koffer, mit denen A. E. Johann einst um die Welt reiste.

Schwalm-Eder. Vom Glück des Reisens kann wohl jeder berichten, der einmal fremde Menschen, Länder und Kulturen kennengelernt hat. Davon war zumindest der Schriftsteller A. E. Johann überzeugt und davon ist auch Rudi Zülch aus Völkershain überzeugt.

Er ist der Vorsitzende der A. E. Johann-Gesellschaft und die will nun auch junge Menschen dazu anregen, ihre Reiseerlebnisse zu Papier zu bringen.

Zu fernen Ufern, so heißt der Preis für alle bis zum 25. Lebensjahr, die gerne reisen und schreiben. „Reisen hilft uns, klüger, selbstsicherer, weltoffener und vorurteilsfreier zu werden“, sagt Zülch. Vor allem aber, mache es einen Riesenspaß. Das Erlebte aufzuschreiben könne dabei helfen, dass einen der Alltag nicht so schnell wieder im Griff hat und die Erinnerungen verblassen.

Zu Besuch beim Autor

So hat es auch der Weltreisenden Alfred Ernst Johann Wollschläger getan. Der Autor, der unter dem Synonym A. E. Johann schrieb, starb 1996 in der Lüneburger Heide. Rudi Zülch hat den Schriftsteller einst besucht und war danach nicht nur von seinen Büchern, sondern auch von dessen Lebensgeschichte begeistert. Der Autor reiste mehrfach um die Welt. „Insgesamt veröffentlicht er über 80 Bücher und schrieb zahlreiche Artikel für Zeitungen und Magazine“, sagt Zülch, der viel über ihn in Erfahrung gebracht und mittlerweile auch mit vielen Zeitzeugen gesprochen hat.

Alle Bücher von A. E. Johann hat er in seinem Regal stehen. „Manche davon sogar in doppelter Ausfertigung“, sagt er. Und auch Rudi Zülch – der übrigens im A. E. Johann-Weg wohnt – reist gerne. Kanada und Mexiko sind die Orte, an denen er die Erde am schönsten findet. „Wer an unserem Wettbewerb teilnimmt, muss aber keine Weltreise machen“, sagt Zülch und lacht. Viel mehr gehe es darum, ein wenig in die großen Fußspuren von A. E. Johann zu treten: von den Reisen berichten und andere damit anregen.

Reise mit Notizbuch

„Im nächsten Jahr findet die Preisverleihung statt, wer also jetzt auf Reisen geht, sollte ein Notizbuch mitnehmen“, rät Rudi Zülch. Wichtig sei, dass die Erlebnisse auf wahren Erlebnissen beruhen und es dürfen maximal 20 Seiten eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31. März.

Auch Rudi Zülch überlegt derzeit, ob er seine Notizen über das Leben von A. E. Johann erneut zu Papier bringt. „Ich halte Vorträge über ihn und vielleicht werde ich eines Tages seine Biografie weiter vervollständigen“, sagt Zülch. Denn mittlerweile hat er viel Neues über den Weltenbummler erfahren. So weiß er zum Beispiel, wo und wann er seine Bücher geschrieben hat.

Teilnahmebedingungen und mehr zum Wettbewerb: www.a-e.johann.de

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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