Gluthitze und „Fäschn Wiik“

Kehrenbacher luden zum dritten Weinfest und zur Modenschau auf den Hof Hermes

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Beim Kehrenbacher Weinfest gab es nicht nur Leckeres zu trinken, sondern auch viel zu gucken: Die Zuschauer der Modeschau wirken ganz konzentriert. Foto:  Hirchenhain

Kehrenbach. Heißer als die Luft war am Samstag wirklich nur nur die Glut im Backhaus, in dem der Original Kehrenbacher Flammkuchen gebacken wurde. Gut, dass die 105 Mitglieder der Kehrenbacher Dorfgemeinschaft – bei 300 Einwohner eine stolze Zahl – das Backhäuschen auf dem Hof Hermes sanieren konnten.

Möglich gemacht hatte das ein finanzieller Überschuss aus früheren Festen. Beim dritten Kehrenbacher Weinfest, das alle zwei Jahre zum festen Bestandteil des Dorflebens zählt, war der Hof Hermes zur urgemütlichen Weinstube hergerichtet worden.

„Wir wollen das kulturelle Leben in Kehrenbach ankurbeln“, betont Matthias Kördel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Der Name des Vereins sei auch gleichzeitig Programm. 

Anlässlich der 800-Jahrfeier vor fünf Jahren hatte sich der Verein entschlossen, regelmäßig das Weinfest zu feiern. „Die Resonanz zeigt, dass wir mit dieser Idee und diesem Veranstaltungsort genau richtig liegen“, bekräftigt Ortsvorsteher Günther Schmoll. Am Samstag strömten angesichts der Sommerhitze die Besucher anfangs noch schleppend. Als aber später der erste Höhepunkt des Weinfestes, die Kehrenbacher Modewoche, die nordhessisch ausgesprochene „Fäschn-Wiik“ eröffnet wurde, drängten sich zahlreiche Gäste vor der Bühne neben der alten Schmiede.

Acht Models aus dem Ort defilierten auf dem Laufsteg und präsentierten einen Streifzug durch die Klamottenkiste – eine wahrlich etwas andere Modenschau mit pfiffigen Ideen und ausgefallenen Modellen.

Ohne die tatkräftige Hilfe vieler Kehrenbacher Bürger, sogar ganze Familien waren voll eingespannt, könnte solch ein schönes Fest an einem lauen Sommerabend nicht stattfinden, sagte Gerhard Schmoll. Klar, dass dann die Scheurebe aus Rheinhessen oder der Rotwein vom Kaiserstuhl besonders gut schmeckten, für Wein-Banausen gab’s aber auch Bier und neben dem Flammkuchen die gute „Ahle Worscht“.

Fürs kommende Jahr planen die Kehrenbacher wieder eine Theateraufführung – eben im Wechsel mit dem Weinfest. (ygh)

Quelle: HNA

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