Einmal am Tag

Das Gold liegt in der Eder: Ferienspiel-Kinder auf Suche nach Schätzen

Fritzlar. Idyllisch zieht sich die Eder durch die Landschaft vor Fritzlar. Doch sie birgt auch goldige Schätze. Nach ihnen suche am Ufer hinter einer Pferdekoppel die Kinder der Ferienspiele.

Regina Waage-Gottschalk und Marcel Matheis, Leiter der Ferienspiele des Regionalmuseums, helfen ihnen dabei. Die jungen Goldsucher sind mit Gummi-Stiefeln, Schippe, Sieb und Schale ausgerüstet und zwischen sechs und zwölf Jahre alt. „Ich glaube, ich habe Gold gefunden“, freut sich Dilay Ceyhan und zeigt es Marcel Matheis.

„Ich sehe kein Gold. Da müssen wir nochmal mit der Lupe gucken“, sagt er. Mit der Lupe ist es erkennbar: Ein EinMillimeter kleines Gold-Splitterchen ragt hervor. Behutsam wird es mit einem Pinsel in ein kleines Gefäß hineingelegt.

Ein Blick in die Geschichte der Region zeigt, wie lange das Goldstückchen brauchte, um gefunden zu werden. Bereits zur Keltenzeit lag es in der Eder.

„Die Forschung ist sich noch nicht sicher, aber es wurden keltische Regenbogenmünzen gefunden, die aus Eder-Gold hergestellt worden sein sollen“, sagt Matheis. Wer ein halbes Gramm Gold finden möchte, brauche dafür etwa zwei Jahre.

Eifrig dabei beim Goldwaschen sind auch Matti Ehlers, Hanna Schubert, Celine Baalbaky. Sie, wie auch Tamino Müller und Leon Zahirvik, haben in ihrem Glas bereits einige Fundstücke gesammelt. „Den Kindern wird nicht langweilig“, sagt Regina Waage-Gottschalk.

Langfristig soll die Goldsuche vom Regionalmuseum unter anderem auch für Geburtstage oder Betriebsausflüge angeboten werden.

Von Marie-Therese Gewert

Quelle: HNA

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