Golferlebnistag

Kündigung für das Gelände in Escheberg zurückgezogen

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Tipps vom Profi: Regis Gustave (links) zeigt dem 15-jährigen Robin Scholle, wie er den Schläger richtig hält.

Zierenberg. Die dunklen Wolken über der Golfanlage im Zierenberger Stadtteil Escheberg haben sich verzogen. Und das nicht nur hinsichtlich des Wetters.

Denn auch von der trüben Stimmung, für die kürzlich bei den Vereinsmitgliedern eine fristlose Kündigung der Betreibergesellschaft gegenüber dem Golfclub gesorgt hatte, war am Sonntag beim Golferlebnistag nichts mehr zu spüren.

„Der Betrieb geht weiter, die Kündigung für das Gelände wurde zurückgezogen“, sagt Clubpräsident Hans-Jürgen Eskuche, der bei strahlendem Sonnenschein hunderte Besucher auf der traumhaft gelegenen Golfanlage mitten im Habichtswald begrüßte. „Wir sind mit dem Betreiber in Gesprächen und wollen versuchen, eine tragbare, langfristige Lösung zu finden.“ Ziel des Golfclubs sei, die Anlage zu übernehmen. „Ob wir das jetzt gleich hinbekommen oder später, das kann ich noch nicht genau sagen“, so Eskuche. Die mangelnde Pflege des Platzes war einer der Streitpunkte gewesen, wofür mittlerweile eine Lösung gefunden ist. „Wir haben Standards festgelegt, die von den Betreibern eingehalten werden müssen.“

Dass die Greenkeeper, die sich um die Pflege des Platzes kümmern, in den vergangenen Tagen ganze Arbeit geleistet haben, davon konnten sich die Besucher am Sonntag überzeugen, wie auch von der Tatsache, dass Golf längst nicht mehr zu den Sportarten gehört, die von alten Herren in karierten Hosen betrieben wird. Ganz im Gegenteil: „Golf ist insgesamt wesentlich sportlicher und dynamischer geworden“, sagt Eskuche. Das kann Robin Scholle aus Warburg nur bestätigen.

Der 15-Jährige hatte zum ersten Mal in seinem Leben einen Golfschläger in der Hand, spielte einen Korb Bälle an der Driving Range. Tipps und Tricks gab es von Regis Gustave. Und das ist nicht irgendwer, sondern ein mehrfacher karibischer Meister, der seit vier Jahren in Escheberg als sogenannter „Pro“ arbeitet, ein Professional, der vom Golfsport lebt. Ganz behutsam führte er den jungen Mann in die Geheimnisse des Golfs ein, zeigte ihm, wie er den Schläger noch besser halten kann und riet, niemals dem Ball hinterher zu schauen - „das stört die Konzentration“. Ob er sich vorstellen kann, den Golfsport regelmäßig zu betreiben, das weiß Robin Scholle noch nicht: „Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht, beim Erlebnistag mal reinzuschnuppern.“ So ging es auch den vielen anderen Besuchern, die die Faszination Golf einmal hautnah erlebten und die Vorteile des großen Sports mit dem kleinen Ball für sich entdeckten.

Die liegen laut Clubpräsident Eskuche ganz klar auf der Hand: „Ein großer Vorteil ist die Bewegung an der frischen Luft, immerhin bin ich rund zehn Kilometer gelaufen und habe ungefähr 100 mal geschlagen, wenn ich 18 Loch auf unserer wunderschönen Anlage gegangen bin – danach weiß ich, was ich getan habe. (zhf)“

Quelle: HNA

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