Gospel im Fritzlarer Dom: Ein Konzert voller Emotionen

Stimmung, Leidenschaft und einfach gute Musik: Mit diesem Mix ist der Gospelchor „Voices United“ in Fritzlar aufgetreten. Jeffrey Staten (vorne) hatte sich mit der Gründung des Chores einen Traum erfüllt. Foto: Dürr

Fritzlar. Vor vollem Haus gab der Gospelchor Voices United aus Kassel am Montag ein umjubeltes Konzert im Fritzlarer Dom.

Jeffrey Staten hat sich im Oktober 2014 einen Traum erfüllt: Er gründete in Ihringshausen den Gospelchor „Voices United“. Der Amerikaner, der in seiner Familie mit dem Gospel aufgewachsen ist, bildet den Chor selbst aus: stimmgewaltig, emotional, bewegt, ein Publikum begeisternd und erfassend.

Die Zuhörer reagierten am Montag im ausverkauften Dom in Fritzlar voller Begeisterung auf den Chor. Schon vom ersten Lied an wurde stehend mitgemacht, rhythmisch geklatscht und Refrains mitgesungen. Mr. Brown (Uwe Welsch), der Moderator, führte durch das Programm, erzählte über die Inhalte der Lieder, die alle in englischer Sprache gesungen wurden.

Zur Begrüßung sang Jeffrey Staten „His Eyes Is On The Sparrow“, begleitet von den Musikern Roland Oumard (Keyboard), Ben Smith (Bass) und Tim Kornrumpf (Schlagzeug). Dann ging es mit dem Chor und verschiedenen Solisten aus den Chorreihen durch die Welt des Gospelgesanges mit Titeln wie „Take Me Back“, „I Know God Cares“ oder „I Found The Answer“. Staten ist auch Arrangeur, und das ebenfalls mit Herzblut, was zu ganz neuen Klangerlebnissen führt. Lerstom Käger-Hartmann, Andreas Kornrumpf, Maria Goretti und Anja Höhmann traten in Soli oder als Leadsänger mit dem Chor auf, und auch sie trugen ihre Gefühle, ihre Begeisterung am Gesang und der Musik ins Publikum. Der Dom bebte schier vor Musik und Emotionen, die da in den Raum gesungen wurden. Als schwierig erwies sich die technische Einstellung in dem Raum mit seinem hallenden Klang: Vor allem in der ersten Hälfte des Konzertes vermischten sich Gesang und Musik teilweise zu einem großen Klanggemisch.

Nach der Pause, vor allem bei ruhigeren Gospels wie „Amazing Grace“, wurde die Einstellung besser. All dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch: Das Publikum ging vom ersten bis zum letzten Ton begeistert mit und bekam als Zugabe „Oh Happy Day“ zu hören.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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