Grandioses Musikerlebnis: Rockoper „The Wall“ mit 600 Besuchern auf Paradeplatz

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Tolle Aufführung auf dem Paradeplatz: Die Profimusiker des Atomic Brick Orchestra überzeugten zugleich durch Können und Spaß an der Musik von Pink Floyd.

Ziegenhain. Die Mauer war bei der Aufführung der gleichnamigen Rockoper „The Wall" nach Pink Floyd auf dem Paradeplatz allgegenwärtig - die Mauer des angrenzenden Gefängnisses.

Rund 600 Besucher zog das Atomic Brick Orchestra am Freitagabend nach Ziegenhain. Dabei bewies sich die ehemalige Festung erneut als ideale Open-Air-Kulisse.

Als die Musiker „Run like hell“ anstimmten, hielt es die Besucher nicht mehr auf den Stühlen. Begeistert sangen und tanzten sie mit. Da waren bereits drei Viertel des Konzerts gespielt, bei dem das eigens für die Rockoper gegründete und aus 26 Profimusikern bestehende Atomic Brick Orchestra musikalisch keine Fragen offen ließ.

So mag es an der großzügigen Bestuhlung gelegen haben – viele Plätze blieben leer, oder an der teils traurigen Geschichte des jungen Pink, der aus Verdruss und Enttäuschung über seine Eltern, Lehrer und erste Liebe eine imaginäre Mauer um sich baut, dass die Stimmung anfangs verhalten blieb.

Die Musiker – Sänger, Band und Streicher – überzeugten durch Können, Spielfreude und harmonischem Zusammenklang zugleich. Der eigens für die Ziegenhainer Aufführung gegründete Kinder- und Erwachsenenchor war für die Erzählung unverzichtbar: „We don’t need no education“, sangen die Kinder. Schade nur, dass der ohnehin dünn besetzte Chor im Hintergrund blieb und zwar zu hören, jedoch kaum zu sehen war.

Aufführung von "The Wall": Pink-Floyd-Oper in Ziegenhain ist voller Erfolg

„Können Sie noch?“, hieß es am Ende des zweistündigen Konzerts, bei dem die Besucher alle Gefühls- und Wetterlagen von Sonnenschein bis Windböe durchlebt hatten, aber nicht nass geworden waren. Nur feuchte Augen gab es hier und da – als es zwei Zugaben gab und die Besucher mit dem Pink-Floyd-Klassiker „Wish you were here“ in den Abend entlassen wurden.

Quelle: HNA

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