Dirk Pallas gewann mit HNA Fahrt im Seitenwagen

Grasbahnrennen: Ein Kindheitstraum wurde wahr

Vor dem Start: Dirk Pallas (links) freut sich auf seine Tour im Seitenwagen mit Florian Kreuzmayr. Die Fahrt hatte er im HNA-Adventskalender im vergangenen Jahr gewonnen. Der 32-jährige Florian Kreuzmayr fährt seit 17 Jahren Seitenwagen.   Fotos: Wüstefeld

Melsungen. „Das ist ein tierisch geiles Gefühl.“ Mit diesen Worten kommt Dirk Pallas von der Grasrennbahn in Melsungen. Er hat im vergangenen Winter bei der HNA-Wunschzettel-Aktion eine Mitfahrt in einem Seitenwagen bei dem jährlichen Spektakel des Motorsport-Clubs Melsungen (MSC) gewonnen und diesen Gewinn Sonntag eingelöst.

Das Gefühl vor der Mitfahrt war allerdings ein anderes: „Ich bin richtig nervös, habe Kribbeln im Bauch“, sagt der 38-jährige Ellenberger. Noch nie hatte er die Chance, auf einem Seitenwagen mitzufahren, obwohl er sich schon seit Kindesbeinen an für Motorsport interessiert. „Deshalb habe ich sofort bei dem Gewinnspiel der HNA mitgemacht, als ich davon gelesen habe.“ Dass er dann auch tatsächlich gewonnen hat, konnte er kaum glauben.

Im Angesicht mit dem Boden

Auf der Rennstrecke: Dirk Pallas (links) hockt auf dem Seitenwagen neben Florian Kreuzmayr.

„Die Fahrt war super, es hat richtig Spaß gemacht“, erzählt Pallas, „sollte ich nochmal die Möglichkeit haben mitzufahren, würde ich das sofort machen.“ Generell rät er jedem, der so eine Chance erhält, diese auch zu nutzen: „Es ist ein komisches Gefühl, wenn der Boden nur Zentimeter von deinem Gesicht entfernt ist, weil man sich so über das Fahrzeug legen muss“, schildert Pallas seine Erfahrung, „aber es ist toll, das zu erleben.“

Vollkommenes Neuland

Privat fährt Pallas oft mit seinen Freunden Quad, der Seitenwagen sei ein „vollkommen neues Land“. Land, auf das er sich gefreut hat: „Den Familienurlaub habe ich extra so gelegt, dass ich pünktlich zum Grasbahnrennen wieder da bin“, erzählt Pallas.

Und auch sein anderes Hobby, der Fußball, hat ihm keinen Strich durch die Rechnung gemacht: „Ich spiele Fußball und bin auch Trainer, da bin ich an den Wochenenden oft unterwegs, dieses ist aber spielfrei.“

„Nach 90 Minuten Fußball bin ich nicht so kaputt wie jetzt.“

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Eigentlich sei er durch den Laufsport körperlich fit, nach der Fahrt im Seitenwagen war er allerdings erschöpft: „Nach 90 Minuten Fußball bin ich nicht so kaputt wie jetzt“, sagt der 38-Jährige und deutet auf deine zitternden Hände: „Die machen sicherlich auch ein Handgelenktraining“. Doch trotz körperlicher Anstrengung: Runtergefallen ist Pallas nicht. Das habe ihm sein zweijähriger Sohn kurz vor der Fahrt auch noch am Telefon geraten, erzählt er.

Gut gerüstet mit Motorradkombi, Helm und einem Rückenprotektor zum Schutz der Wirbelsäule hätte bei einem Sturz aber auch nicht viel passieren können. Und auch das durchschnittliche Renntempo von 87 Stundenkilometern hat Florian Kreuzmayr, der die Maschine fuhr, nicht erreicht: „Maximal werden das 65 Stundenkilometer“, sagt der 32-jährige Rennfahrer. Viel Glück hätten ihm auch seine Freunde gewünscht, wohl in der leisen Hoffnung, er mache einen Rückzieher: „Die wollten selbst gerne mitfahren, aber diesen Kindheitstraum habe ich mir nicht nehmen lassen.“

Mehr übers Grasbahnrennen in der Print-Ausgabe.

Von Constanze Wüstefeld

Quelle: HNA

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