Gremien in Gudensberg wollen weg vom Papier

Tablets in der politischen Arbeit: Was im Bundestag (Foto) schon lange üblich ist, soll jetzt in den Gudensberger Gremien eingesetzt werden. Foto: dpa

Gudensberg. Für die Gudensberger Kommunalpolitiker brechen neue Zeiten an: Die Arbeit in den Ausschüssen und im Parlament soll künftig weitgehend ohne bedrucktes Papier vonstatten gehen. Die Stadtverordneten setzen auf moderne Technik und digitale Medien, um künftig miteinander und mit der Verwaltung zu kommunizieren.

Ab 1. Januar 2017 gilt deshalb eine neue Geschäftsordnung sowie eine neue Entschädigungssatzung. Wer künftig auf Papierunterlagen verzichtet und einen PC, Laptop oder Tablet hat, wird dafür mit 100 Euro pro Jahr entschädigt. Wer weiterhin Einladungen, Unterlagen etc. auf Papier haben möchte, wird auch künftig damit bedient.

Damit die Kommunikation zwischen Verwaltung und Kommunalpolitikern funktionieren kann, werden die Sitzungsräume mit drahtloser Internetverbindung (W-Lan) ausgestattet. Außerdem gibt es eine Software, das um ein Modul erweitert wird, mit dem man sich über Sitzungstermine, Tagesordnung, etc. informieren kann.

Mandatsträger erhalten über ein Passwort Zugang zu einem geschützten Bereich, in dem alle Sitzungsunterlagen eingesehen werden können, aktuelle wie frühere. Für die gibt es noch eine App, mit der man die Unterlagen nach einmaligem Herunterladen auch offline bearbeiten kann.

Die Umstellung auf die papierlose Gremienarbeit biete neben dem ökologischen Aspekt viele Vorteile, sagte Jochen Noll, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Er nannte zum Beispiel: • die schnellere Verfügbarkeit der Sitzungsunterlagen, • Zugriff auf Unterlagen, unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort, • Zugriff auf Protokolle mit Recherche-Funktion und Schlagwortsuche, • bessere Lesbarkeit von (farbigen) Anlagen und Plänen durch Zoom-Funktion, • jeder kann persönliche Anmerkungen anbringen.

Die Verwaltung kalkuliert, dass durch den Wegfall der Personal-, Druck- und Portokosten für Papierunterlagen (bei 2/3 Nutzer) 3900 Euro jährlich eingespart werden.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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