Bürgermeister stellte Haushalt vor – Parlament beschloss Gebührenerhöhungen

Der Griff in den Geldbeutel

Nach der Winterpause mehr Eintritt: In der kommenden Saison werden die Besucher der Frielendorfer Freibäder, hier das in Großropperhausen, und die des Wellnessparadieses am Silbersee tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Fotos: Grede

Frielendorf. Kräftig an der Gebührenschraube wird die Gemeinde Frielendorf drehen. Das beschloss das Frielendorfer Gemeindeparlament mehrheitlich in seiner Sitzung am Montagabend in Leimsfeld.

Tiefer in den Geldbeutel greifen müssen Frielendorfer künftig bei den Abwassergebühren. Auch zahlen sie künftig mehr, wenn sie Verwaltungstätigkeiten der Gemeinde in Anspruch nehmen, beispielsweise für Beglaubigungen von Unterschriften oder das Anfertigen von Fotokopien. Mehr kostet künftig auch der Besuch der Frielendorfer Freibäder und des Wellnessparadieses am Silbersee (siehe Artikel rechts).

Zwar könne die Gemeinde mit dem Haushaltsentwurf 2012, den Bürgermeister Birger Fey den Gemeindevertretern vorstellte, ihr Defizit von 1,7 Millionen auf 1,3 Millionen Euro verringern.

Der Schuldenstand der Gemeinde wird sich Ende des Jahres voraussichtlich auf 45 Millionen Euro belaufen. Mit Ausblick auf die kommenden Jahre müsse allerdings die klare Zielsetzung erfolgen, den riesigen Schuldenberg abzutragen, erklärte Bürgermeister Birger Fey.

Bei der Umsetzung der Konsolidierungsziele – ein Teil davon sind die Gebührenerhöhungen – verbessert die Gemeinde laut Fey den Ergebnishaushalt um 310 000 Euro, den Finanzhaushalt um 600 000 Euro. Er geht davon aus, dass die Gemeinde mit dem Beschluss der Gemeindevertretung, die Abwassergebühren zu erhöhen, ab kommenden Jahr mit Mehreinnahmen von 285 000 Euro rechnen kann. „Das ist kein Schritt, den wir mit Freude gehen“, stellte er klar. Insgesamt sei damit für die Frielendorfer die Grenze der Belastbarkeit erreicht.

Gesetzliche Verpflichtung

Dem folgte auch Dietrich Hahn: „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.“ Es gebe allerdings gesetzliche Verpflichtungen, den Gebührenhaushalt auszugleichen, unterstrich der CDU-Sprecher.

Kein einheitliches Stimmungsbild zum Thema Abwassergebühren gab es in der Freien Wählergemeinschaft. „Wir hätten die Gebühren schon früher anheben müssen“, meinte FWG-Sprecher Eckhard Schmid-Pfähler, stellte aber zugleich klar, dass er damit nicht für seine gesamte Fraktion spreche.

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Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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