Carlo Ghirardelli und Stefan Becker berichteten in Borken aus dem Leben der Brüder

Die Grimms waren zu Gast

Wenn sie in die historischen Kostüme schlüpfen, spielen sie nicht nur die Brüder Grimm, sie sind es auch: Stefan Becker als Wilhelm (links) und Carlo Ghirardelli als Jakob Grimm. Foto: Eberlein

Borken. „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“: Dieses klassische Ende eines Märchens hat wohl jeder schon einmal gehört. Und sie sind in der Tat bis heute lebendig, die Märchen der Brüder Jakob und Wilhelm Grimm. Wir verdanken ihnen viele der Erzählungen, die nicht selten als Gute-Nacht-Geschichte, als Vorlage für Theaterstücke, Feste oder sonstige Veranstaltungen dienen.

Was diese Märchen an Liebe und Erotik zu bieten haben, das beleuchteten die beiden Schauspieler Carlo Ghirardelli und Stefan Becker im historischen Rathaus von Borken. Sie schlüpften in die Rollen der beiden Brüder und zitierten einige der bekannten, aber auch weniger populäre Märchen.

Zudem erhielt das Publikum viele Hintergrundinformationen zur Herkunft der Märchen und zum Leben der Grimms, denn die beiden Darsteller haben sich nicht nur mit dem literarischen Werk beschäftigt, sondern sind ebenso über das Leben und die Verhältnisse von Wilhelm und Jakob im Bilde.

Solange sie die historischen Gewänder aus dem 19. Jahrhundert tragen, spielen Becker und Ghirardelli nicht nur die Brüder Grimm, sie sind es. Und so zitierten sie abwechselnd unter anderem das Märchen vom Fundevogel, dem Mädchen ohne Hände, der klugen Bauerntochter und den drei Spinnerinnen, so als wären es ihre eigenen. Sie bescherten dem Publikum im ausverkauften historischen Rathaus einen romantischen und unterhaltsamen Abend.

Nach der Veranstaltung und während der Pause hatten die Stadtbücherei und die beiden Buchhandlungen eine kleine Ausstellung mit Werken und Bildern der Grimms organisiert. (zen)

Quelle: HNA

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