Großbrand im Borkener Stadtteil Trockenerfurth

Großbrand in Borken: Scheune brennt ab - Schweine gerettet

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Großalarm für die Feuerwehren aus Borken.

Trockenerfurth. Am späten Sonntagabend wurde bei der Leitstelle der Feuerwehr des Schwalm-Eder-Kreises gegen 23.00 Uhr der Brand einer Scheune im Borkener Ortsteil Trockenerfurth gemeldet.

Der aus bislang ungeklärter Ursache entstandene Brand zerstörte den Dachstuhl, laut Polizei, vollständig. In der Scheune befanden sich neben landwirtschaftlichen Maschinen und Futtermitteln auch eine größere Anzahl von Schweinen und drei Ziegen, die allesamt gerettet wurden. Allerdings mussten zwei Schweine notgeschlachtet werden.

Schon aus mehreren Kilometern Entfernung konnte man den Feuerschein am Nachthimmel sehen. Als die Feuerwehren kurz nach 23 Uhr an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Dach des Gebäudes komplett in Flammen.

Unten in den Stallungen waren zu dieser Zeit noch 150 Schweine. Drei Pferde wurden bereits in Sicherheit gebracht. Auf dem Dachboden lagerten Getreide und Stroh, die den Flammen zum Opfer fielen. Von mehreren Seiten bekämpften die Feuerwehrmänner das brennende Gebäude. Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Feuer auch von oben bekämpft. Wie Einsatzleiter Bernhard Stirn sagte, wurde durch den schnellen, massiven Löscheinsatz ein Übergreifen der Flammen auf zwei angrenzende Wohnhäuser verhindert.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, drohten Teile des Daches einzustürzen. Deshalb konnte aus Sicherheitsgründen mit der Rettung der Schweine noch nicht begonnen werden. Unterstützungsarbeit leistete das technische Hilfswerk (THW) aus Homberg. Um 1.20 Uhr begannen Landwirt und Nachbarn mit Hilfe der Feuerwehr, die ersten Tiere in einen Viehtransporter zu verladen. Sie wurden in die Stallungen zu umliegenden Landwirten gebracht.

Im Laufe der frühen Morgenstunden wurden die Tiere nach und nach in Sicherheit gebracht. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die starke Rauchentwicklung. Von den beteiligten 120 Feuerwehrleuten aus Trockenerfurth, Borken, Arnsbach, Nassenerfurth, Dillich, Kleinenglis, Singlis, Gombeth und Kerstenhausen waren allein 43 Atemschutzträger im Einsatz.

Wie Einsatzleiter Bernhard Stirn sagte, haben alle Feuerwehren hervorragen zusammengearbeitzet. Gegen 3:15 Uhr waren alle Schweine aus dem Stall gerettet, und die Einsatzkräfte widmeten sich den Nachlöscharbeiten, um Glutnester zu  löschen.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf ca. 200.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. 

Mehr im Laufe des Vormittags.

Großbrand in Borken: Stallungen brennen nieder

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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