Insgesamt 30 verschiedene Blumensorten auf Wiese ausgesät

Große Artenvielfalt im Lehrbienengarten in Ziegenhain

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Hat als Gärtner auch berufsbedingt einen grünen Daumen: Im Lehrbienengarten am Rande des Gewerbegebietes in Ziegenhain hat Kai Spanknebel eine farbenprächtige Wiese angelegt.

Ziegenhain. Der Lehrbienengarten des Imkervereins Ziegenhain ist mit seiner bunten Pflanzenvielfalt nicht nur etwas für Auge, sondern hat auch Nutzwert.

Aktuell steht die Blumenwiese am Rande des Ziegenhainer Gewerbegebietes in voller Pracht und lockt den ganzen Tag über Insekten an.

Maßgeblich verantwortlich für die bunte Wiese ist Kai Spanknebel. Im Frühjahr hatte der gelernte Gärtner die Flächen vorbereitet und auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern Samenmischungen ausgesät.

„Die Blumenwiese ist nicht nur auf die Biene ausgelegt, sondern fördert die Biodiversität, die Artenvielfalt, im Ganzen“, erklärt Spannknebel. Ein Blick in den Lehrgarten gibt dem Gärtner recht. Auf dem kleinen Stückchen Natur tummeln sich je nach Tageszeit Hummeln, Falter und andere Insektenarten.

Man habe mit der Blumenwiese etwas für die sechs Bienenvölker im Lehrgarten machen wollen, erhoffe sich natürlich aber auch einen gewissen Vorbildcharakter. „Vielleicht gibt es Nachahmer“, hofft Vereinsmitglied Peter Reuter.

Im Gegensatz zu so mancher Tulpenmonokultur in Neubaugebieten besticht das Blumenbeet im Lehrgarten des Imkervereins durch seine Vielfalt einjähriger Sommerblumen. Neben der blauen Kornblume und dem Borretsch finden sich roter Mohn, Phacelia, Malven und gelbe Sonnenblumen und noch einige Blumen mehr.

Insgesamt habe man wohl rund 30 verschiedene Sorten ausgesät, sagt Spanknebel: „So finden Bienen und andere Insekten immer genügend Pollen und Nektar.“ Die Samenmischungen hat der Schöpfer des beeindruckenden Blumenbeets ganz einfach aus dem Gartenfachhandel gekauft.

Dort sind die Packungen unter Namen wie Bauerngarten oder Blütenteppich leicht zu finden. In Anbetracht der geringen Kosten für ein Saatpäckchen sei dies der einfachste Weg, betont Spanknebel: „Die Mischungen sind so ausgelegt, dass möglichst viele Blumen aufgehen.“ In diesem Jahr haben sich bei den Imkern überwiegend Pflanzen durchgesetzt, die Feuchtigkeit mögen. Die sonnigen und heißen Tage haben eben gefehlt, stellt der Gärtner fest und spricht damit wohl jedem Gartenbesitzer aus der Seele.

Über den Juli bestimmte die blau blühende Phacelia das Bild der Blumenwiese. „Phacelia ist für die Biene wichtig, weil sie spät und vor allem relativ lange blüht. Winterbienen sind darauf angewiesen“, erklärt der Experte.

Die hellblauen bis tief blauviolette Blüten der Pflanzen sind nicht nur ein hübscher Farbtupfer im heimischen Garten, sondern können auch in der Landwirtschaft als Zwischenfrucht eingesetzt werden.

Quelle: HNA

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