"Pop meets Musical“ begeisterte über 200 Besucher in der Kulturhalle

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Stimmgewaltig: Countertenor Oswald Musielski ließ seinem Publikum beim Hörgenuss von viereinhalb Oktaven den Atem stocken. Als Madonna-Interpretin genauso überzeugend wie als „Wicked“-Hexe war Monika Flakowski.

Ziegenhain. Wenn sich Tina Turner und Whitney Houston mit geheimnisvollen Vampiren und einem aufgeweckten Hexenvölkchen ein Stelldichein geben, entsteht eine besondere musikalische Verbindung.

Davon überzeugten sich am Samstagabend 200 begeisterte Besucher bei der Veranstaltung „Pop meets Musical“ in der Ziegenhainer Kulturhalle.

In einem mitreißenden Bühnenprogramm vereinte das siebenköpfige Ensemble moderne Pop-Balladen mit bekannten Musical-Melodien. Ob ein düsterer Vampir-Graf oder die lebenslustigen „Wicked“-Hexen, ob schwer verliebte „Jekyll and Hyde“-Gangsterbräute oder die über tiefe Gefühle sinnierenden Herz-Damen der „Drei Musketiere“: Das facettenreiche Musical-Spektrum deckte nahezu alle Gefühlsebenen ab.

Den Gesang untermalten Steffen Dittmar, Diana Keller und Luzie Teufel auf Violinen. Dabei erforderte das Abstimmen von Rhythmus und Tonart auf die jeweiligen Playbacks von den Streichern höchste Aufmerksamkeit.

Die war auch bei den Sängern gefragt: Die Vielfalt ihrer Gesangstexte verlangte von Monika Flakowski ebensolche Konzentration wie die hochemotionale Liedinterpretation aus dem „Phantom der Oper“ von Mira Platte.

Lampenfieber war für die Akteure kein Thema. „Sobald man die Bühne betritt und in seine Rolle abtaucht, ist das glücklicherweise schnell vergessen“, betonte Danny Ziegert, der nach einstündigem Schmink-Marathon zu einem Furcht einflößenden Musical-Vampir mutierte. „Wenn der erste Ton sitzt, läuft es meist von selbst“, bestätigte auch Countertenor Oswald Musielski.

Bilder der Veranstaltung

"Pop meets Musical“ in der Ziegenhainer Kulturhalle

Der international gebuchte Profi stürzte das Publikum mit seiner faszinierend voluminösen Viereinhalb-Oktaven-Stimme in einen regelrechten Gefühlstaumel. Die Herzen des Publikums durch ihren Gesang zu berühren: Dieses Ziel erreichte das Ensemble mit bezaubernd atmosphärischen Instrumental- und Gesangsinterpretationen. Bravo-Rufe, Zugabe-Forderungen und ein stehend applaudierendes Publikum waren der verdiente Lohn. (zse)

Quelle: HNA

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