Große Feldscheune brannte: Hoher Schaden, Schafe bleiben unverletzt

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Guxhagen. Heller Feuerschein loderte am frühen Samstagmorgen aus einem kombinierten Geräte- und Unterstellschuppen an der Albshäuser Straße in Guxhagen. Eine Feldscheune brannte lichterloh.

Mehrere Autofahrer hatten das Feuer gemeldet. Um 1.03 heulten in Guxhagen und allen Ortsteilen die Sirenen, denn das, was als unklarer Feuerschein gemeldet worden war, stellte sich schnell als Großbrand heraus.

Mehrere Guxhagener Feuerwehrleute hatten nach dem Alarm schon bei der Anfahrt zum Feuerwehrhaus gesehen, dass am Ortsausgang in Richtung Albshausen ein Gebäude licherloh brannte. Wenige Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle. Mit Wasser aus den Löschfahrzeugen wurden die ersten Löschversuche unternommen. Doch diese Menge Wasser reichte bei Weitem nicht aus, um die mehrere Meter hoch lodernden Flammen zu löschen. Von einem etwa 300 Meter entfernten Hydranten wurde eine Löschwasserleitung bis zur Scheune gelegt. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Frank-Guido Schäfer.

In dem teilweise massiv gebauten, fast 100 Quadratmeter großen Schuppen verbrannten mehrere abgestellte Geräte und landwirtschaftliche Maschinen. Die sieben Mutterschafe und sechs Lämmer, die in dem Schuppen untergebracht waren, hatten sich rechtzeitig in eine entfernte Ecke des weitläufigen Geländes gerettet.

Immer wieder waren Explosionsgeräusche zu hören. Es handelte sich dabei um platzende Gummireifen der in dem Schuppen abgestellten Wagen.

Der Schuppen gehört einer Familie aus Albshausen, die ihn zum Abstellen von Gerätschaften nutzt. Der Sohn des Besitzers schätzt den Gesamtschaden auf insgesamt 10.000 Euro. Da weder Maschinen in dem Schuppen in Betrieb waren, noch ein Stromanschluss vorhanden ist, geht er davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt.

Brand von Guxhagener Feldscheune

Wegen der starken Rauchentwicklung an der Brandstelle mussten die Angriffstrupps Atemschutz tragen. Um auf das Gelände zu kommen, mussten die Feuerwehrleute zunächst Löcher in den Drahtzaun schneiden. Im Laufe der Nacht wurde ein Bagger vom Bauhof der Gemeinde Guxhagen geholt, mit dem die Brandtrümmer auseinandergezogen und dann abgelöscht wurden. Um alle Glutnester zu erreichen, wurde Schaum eingesetzt. Mit der Wärmebildkamera wurden versteckte Brandherde in dem Trümmerberg aufgespürt.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des Samstags an. Beamte der Kriminalpolizei Homberg kamen noch in der Nacht an die Einsatzstelle, um die genaue Brandursache zu klären.

Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein lobte den Einsatz der 55 Feuerwehrleute aus Guxhagen und den Ortsteilen Albshausen, Grebenau, Ellenberg und Wollrode. Das, was vor einer Woche bei der Großübung nicht geklappt hätte, habe bei diesem Einsatz hervorragend hingehauen. Es waren keine vier Minuten nach dem ersten Alarm vergangen, als die ersten Feuerwehrleute am Feuerwehrhaus eintrafen - und es waren auch sofort genügend Einsatzkräfte, und vor allem auch genügend einsatzbereite Atemschutzgeräteträger da. Insgesamt wurden 16 Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Aber trotz dem schnellen Einsatz war von dem Schuppen nichts mehr zu retten. Erschüttert stand die Familie der Besitzer vor dem qualmenden Haufen, trotzdem waren sie froh, dass den 13 Schafen, die als Hobby gezüchtet werden, nichts passiert war.

Quelle: HNA

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