Das Gelände Hünerkopf war ein großer Camper-Platz – 30 Mobile machten Station

Große Freiheit auf Rädern

Haustiere immer im Gepäck: Norbert und Roswitha Bölke, beide 61, nehmen ihre Schildkröten Hugoline und Bert auf jede Reise mit. Fotos:  Rose

Neukirchen - Urlaub im Hotel - das können sich Norbert und Roswitha Bölke aus Viersen am Niederrhein nicht vorstellen Seit 1989 sind die beiden 61-Jährigen Camper aus Leidenschaft. Im ersten Jahr tuckerte die Patchworkfamilie mit vier Kindern noch mit Auto und Wohnwagen los, danach stand fest: „Wir kaufen uns ein eigenes Wohnmobil.“

Dass die Bölkes mit dieser Entscheidung nicht allein sind, bewies das sechste Wohnmobiltreffen am Wochenende in Neukirchen. 30 bisweilen monströse Gefährte kamen auf dem Gelände der Firma Hünerkopf - der Betrieb ist spezialisiert auf Innenausbau - zusammen. Nur das Wetter spielte nicht ganz so mit: „Aber das sind Camper gewohnt“, sagten die Bölkes.

Es sei das Gefühl von Freiheit, das das Reisen im Wohnmobil so einzigartig mache, waren sich viele Gäste einig. Roswitha Bölke: „Wir sind einfache Leute und mussten lange sparen, bis wir aus dem alten Mobil ein feines Mobil machen konnten“, erzählt sie. Zu den Schönwetter-Campern gehört das Paar nicht: „Wir fahren auch im Winter.“ Heute sind zwar die Kinder nicht mehr mit dabei, dafür aber die Schildkröten Hugoline und Bert.

Familie Preis aus der Nähe von Limburg an der Lahn besitzt seit zweieinhalb Jahren ein eigenes rollendes Heim. „Ich bin schon als Kind im Wohnmobil mitgefahren. Ist man ein Mal verseucht, will man keinen anderen Urlaub mehr machen“, erzählt Vater Matthias Preis. Die Kinder Fabian (8) und Belinda (4) finden es auf jeden Fall auch schon klasse. Zwischen Wohnmobilfahrern herrsche eine gewisse Vertrautheit, sagt Karl Wilmsmeier aus Bad Oeynhausen.

Der 67-Jährige und seine Frau Gerlinde (71) reisen seit 20 Jahren so durchs Land. „Auf dem Schiff erkennst du genau, ob jemand eine Außen- oder eine Innenkabine hat. Bei Wohnmobilfahrern gibt es keinen Dünkel“, ist er überzeugt. Worüber man am meisten auf solchen Treffen spricht? „Über Enkelkinder“, erklärt Wilmsmeier trocken. Aus Mecklenburg-Vorpommern angereist waren Detlef und Liane Stendel. Mit Hund Einstein - einem sechs Monate alten Berner-Sennenhund - erkundeten sie die Gegend: in Gummistiefeln.

Doch der Regen störte die Camper nicht. Bei Grillgut, Musik und Tanz feierten die Gäste zünftig, bevor es am Sonntag wieder auf die Heimreise ging.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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