Große Horst-Knobel-Ausstellung im Muzkkka

Ansicht der Elbersdorfer Kirche in Spangenberg.

Spangenberg / Rotenburg. Bilder aus dem Lebenswerk des nordhessischen Malers und Zeichners Horst Knobel (87) sind ab Samstag, 15. Oktober, als vorläufig letzte Ausstellung im Rotenburger Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur, dem Muzkkka, zu sehen.

In dieser Größenordnung werde es seine letzte Ausstellung sein, erklärte der Spangenberger Künstler.

Nach Italien, dem Traum jedes Malers, reiste Horst Knobel 1954 und 1956. Hier ein Motiv aus Sant’Angelo auf der Insel Ischia.

159 Exponate, Ölbilder, leuchtende Pastelle und Radierungen aus allen Schaffensphasen Knobels werden gezeigt: darunter viele Motive der nordhessischen Heimat aus Spangenberg, Rotenburg, der Schwalm bis in die Rhön, aber auch aus Italien, Frankreich und dem Baltikum.

Eine Ausstellung, die Bilder aus 70 Jahren seines Schaffens unter einem Dach vereint, habe es noch nicht gegeben, erklären Knobel und seine Tochter Sabine. Alle drei erwachsenen Kinder haben ihm bei der Zusammenstellung und Präsentation geholfen, wobei die Auswahl aus der Fülle des Werks schwerfiel.

So sind alte Ansichten etwa von Rotenburg zu sehen, zu dem der Künstler eine besondere Beziehung hat: Das Städtchen am Fluss hat ihn immer in seinen Bann gezogen. Hier fand er entzückende kleine Motive, so erzählt er. Brotgassse, Zirbesecke, Winteransichten: Horst Knobel hat mit seinen Bildern historische Dokumente des alten Rotenburgs geschaffen, das ihn stets an die im Krieg zerstörte Kasseler Altstadt erinnerte - Rotenburger Ansichten, die es heute nicht mehr gibt.

Farbenfroh geht es weiter mit Motiven seiner Italienreisen 1954 an die ligurische Küste und 1956 nach Ischia. Ein Preis des Kasseler Kunstvereins - zu den Preisträgern gehörte auch Horst Richter - war mit der Ischia-Reise verbunden gewesen.

Das umfangreiche Werk besteht überwiegend aus Motiven, die Knobel unter freiem Himmel fand, wobei er nie ganz ins Abstrakte geht. Aber auch Stilleben, Körperstudien und Porträts gehören zum Werk, darunter ein Ölbildnis seiner Frau Leni. Mühlen faszinieren den Künstler, zum Beispiel die in Rambach im Ringgau. Auch winterliche Motive hat der große Künstler Nordhessens immer wieder festgehalten. Sei es in Herlefeld (Spangenberg), Schemmern (Waldkappel) oder Abterode (Meißner): Er hat die schönsten Ansichten in Form und Farbe verewigt.

Ebenso wie Muzkkka-Museumsdirektor Professor Walther Keim für seine Karikaturen sucht auch Horst Knobel für sein Werk eine bleibende Heimstatt. Beide, nach wie vor auch Prof. Keim, können sich Rotenburg als den passenden Ort vorstellen.

Geöffnet bis zum vierten Advent

Die Horst-Knobel-Ausstellung im Muzkkka in Rotenburg ist ab Samstag, 15. Oktober, bis Sonntag, 18. Dezember, täglich von 10 bis 18 Uhr, außer montags, zu sehen. Führungen, auch abends, und deren Preise nach Vereinbarung. Eintritt: fünf Euro, ermäßigt und Gruppen drei Euro.

Informationen unter Telefon 06623/9148514.

www.muzkkka.de

Quelle: HNA

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