Junge Leute aus drei Schulen zeigen Werke in der Galerie der Carl-Bantzer-Schule

Große Kunst war Vorbild

Im Stil von Frieda Kahlo: Alicia Neidert, Leonora Alili und Sophie Pfalzgraf (von links) haben Selbstporträts angefertigt, die ab sofort im Atrium der Ziegenhainer Schule zu sehen sind. Fotos:  Rose

Ziegenhain. Die 15. Kleine Galerie öffnete am Sonntag ihre Pforten in der Carl-Bantzer-Schule in Ziegenhain: Die Ausstellung steht unter dem Thema „Künstler-Karussell“ und zeigt Arbeiten von Schülern der Hochlandschule Gilserberg, der Erich-Kästner-Schule Homberg und der Carl-Bantzer-Schule. Zusammen gestellt hat sie die Leiterin des Fachbereichs Kunst Ina Paschek-Becker. In einer Feierstunde wurde die Bilderschau im Atrium eröffnet – dabei reichten längst nicht alle Stühle für die Schar der Zuschauer aus.

Ein Halbjahr lang hatten sich die Schüler mit berühmten Künstlern wie Henri Matisse oder Frieda Kahlo beschäftigt, deren Techniken kennen gelernt und Werke studiert. Dann griffen die jungen Leute selbst zu Pinsel und Farbe, zu Klebstoff und Material und wagten sich an Adaptionen. „Es ging unter anderem um Überinterpretationen. Auch wurden Teile berühmter Bilder als Fragment benutzt, um ein neues Bild entstehen zu lassen“, erläuterte Paschek-Becker. Die Galerie habe Tradition, sagte die Kunstlehrerin: Eingeladen würden dazu immer jeweils eine Grundschule und eine weiterführende Schule. Für das kommende Jahr sei eine Ausstellung unter dem Motto „Dialog der Kulturen“ geplant. Die Laudatio zur aktuellen Ausstellung hielt Hobbyfotograf Gerhard Reidt. „Sie haben die Ausstellung Künstlerkarussell genannt. Wie ich finde ein guter Begriff, zeigt die Schau doch eine bunte Vielfalt von Malern, verschiedenen Techniken und Epochen – bunt wie ein Karussell.“

Verschiedene Techniken

Überwältigend sei für ihn die Vielfalt der Bilder, Bearbeitungstechniken und Kreativität. Vor allem aber die heimatliche Verbindung zu den Malern der Künstlerkolonie Willingshausen mit dem Namensgeber dieser Schule Carl Bantzer. „Die Idee Albrecht Dürers Feldhasen aus dem Jahr 1502 mit einer Wiese zu versehen, ihn in eine Umwelt zu setzen oder aus einer Kopie von Dürers Rasenstück eine komplette Wiese zu machen, ist mir sofort aufgefallen“, lobte Reidt. Neben Schulleiterin Heidrun Elborg sprach Bürgermeister Dr. Gerald Näser ein Grußwort. Musikalische Grüße gab es zusätzlich von den Schülern. Der Chor des Jahrgangs 6 war unter der Leitung von Michael Rohstock zu hören. Die Tanz-AG zeigte unter der Regie von Renate Wiegratz moderne Schrittfolgen. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit zum Rundgang und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. • Zu sehen ist die Ausstellung während der Schulzeit bis Freitag, 6. Dezember

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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