110 Tonnen Material müssen abtransportiert werden

Das große Reinemachen nach dem Tensing-Festival 

Dreieinhalb LKW-Ladungen waren allein in der Halle verteilt: Helfer André Wittmann aus Schauenburg kurvt mit dem Gapelstapler über das Gelände und transportiert Bühnenteile, Stühle und Podeste zu den logistischen Sammelpunkten. Fotos: Rose

Ziegenhain. Viele Hände, schnelles Ende: Das ist das Motto von Festivalmanager Carsten Kranz. Und der hat gemeinsam mit Engin Eroglu vom Organisationsteam des Tensing Festivals auch gestern noch alle Hände voll zu tun.

Knapp 48 Stunden ist es her, dass die Tensinger aus 19 Nationen die Heimreise antraten – fast ebenso lange laufen die Aufräumarbeiten im und um den Chinapark.

Punkt elf Uhr am Samstag begann der logistische Marathon: Da waren es noch 200 Helfer. „Mit jedem Tag werden es weniger“, berichtet Kranz. Bis das komplette Material wieder an Ort und Stelle ist, wird es voraussichtlich bis Mittwoch dauern, schätzt der Manager. Dafür soll ein ausgeklügelter, zwei Seiten langer Logistik-Plan sorgen.

Fotos: So war das Festival

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Die Spülmaschinen haben Tensinger bereits zurück nach Würzburg gefahren, Teile der Bühnentechnik zurück nach Leipzig, Berlin, Iserlohn und Wuppertal. Inklusive des Aufbaus hat das Team 5000 Kilometer zurück gelegt. „Manches holen die Lieferanten auch selbst ab, unter anderem etwa 100 Bänke und 200 Sitzgarnituren“, erläutert Engin Eroglu.

„Wir haben zwei Wochen aufgebaut und in drei Tagen abgebaut – das Team war einfach toll.“ Carsten Kranz, Festivalmanager

Viel Material habe man auch vom Kirchentag bekommen – dazu gehörten 400 Sitzhocker aus Pappe und 45 Funkgeräte. „Insgesamt geschätzte zwei Tonnen“, sagt Kranz. Das Geschirr für 2000 Menschen geht ordentlich verpackt wieder zurück in die Niederlande. Dort hatten es sich die Tensinger geliehen. Nachdem Zelte und Bühnen wieder vom Gelände verschwunden sind, ist die Halle dran. „Hier ist gleichzeitig auch logistische Sammelstelle“, erklärt der Manager. Um das Material bewegen zu können, stehen auf dem Gelände ein Schlepper, ein Gabelstapler und zwei Hubwagen bereit.

Allein in der Halle waren dreieinhalb LKW-Ladungen an Material verteilt: Scheinwerfer, Bühnenteile, Mischpulte und Scheinwerfer. Abtransportiert werden müssen insgesamt 110 Tonnen Material, schätzen die Helfer. Auch in den Schulen, in denen die Tensinger übernachtet hatten, war Schnelligkeit gefragt, denn gestern war der erste Schultag nach den Ferien. „Die Reinigung hat das Personal in den jeweiligen Schulen übernommen – auf unsere Rechnung“, sagt Kranz. Für die Toiletten im Chinapark hat das Team ebenfalls Fachkräfte engagiert.

Nicht zu unterschätzen ist der Müll, den 2000 Menschen binnen einer Woche hinterlasssen: Zusammen gekommen sind 56 Kubikmeter Sperrmüll und etwa zwölf bis 14 Tonnen Hausmüll.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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