Bunter Abend der Braunsbergschule mit Musik, Theater, Tanz und Akrobatik

Niederelsungen. Die Geräuschkulisse ist enorm. Aufgeregt sind die Jungen und Mädchen der Breunaer Braunsbergschule, kurz vor ihrem Bunten Abend am Mittwoch im Niederelsunger Haus des Gastes. Quirlig hüpfen sie umher, suchen ihre Plätze, die Kleinen ganz vorn auf Bänken, die Großen direkt dahinter.

Notenblätter werden sortiert, letzte technische Vorbereitungen getroffen, bis sich schließlich der schwere dunkle Vorhang öffnet. Die anfängliche Lautstärke weicht urplötzlich einer gespannten Stille. „Willkommen“, singen die 179 Grundschüler. Das sind so viele, dass sie nicht alle auf der Bühne Platz finden.

Seit vielen Jahren ist der Bunte Abend fester Bestandteil des Schulprogramms, findet alle zwei Jahre im Wechsel mit der Projektwoche statt. Auch diesmal wieder auf zwei Abende aufgeteilt, „damit alle Gäste einen Platz finden“, so Schulleiterin Ursula Deuermeier-Stuhl. Zur Premiere sind die Eltern, Großeltern und Freunde aus Wettesingen, Ober- und Niederlistingen an der Reihe, begleiten die Kleinen der Klasse 1a zur Musik von Maurice Ravel beim Frühlingstanz in den Feengarten, haben Spaß bei tierischen Gedichten der Klasse 3b und verfolgen gebannt das Schattenspiel „Der verzauberte Ball“ der 1b. Auf „die große Frage“ der 2a, wieso wir eigentlich leben, haben viele Erwachsene auch keine passende Antwort parat. Die Zweitklässler liefern glücklicherweise mehrere Lösungen gleich mit: Der dicke Mann lebt um zu essen, der Soldat um zu gehorchen und der Matrose um die Meere zu umfahren. Nur die Ente, die hat schlichtweg keine Ahnung, warum sie lebt.

Es gibt viel zu lachen während des zweistündigen Programms, aber auch viel zu bestaunen. Die Akrobatik der Klasse 4c etwa sorgt für Zugabe-Rufe, so beeindruckend sind die waghalsigen Darbietungen. Jubel auch für die 2a und ihren Tanz zu „I gotta Feeling“ sowie das Theaterstück „Eine ganz normale Schulstunde?“ der 3a, bevor die zweite Hälfte des Abends fest in Händen der 4a ist. Gemeinsam mit dem Schulchor erzählen die Schulältesten die Geschichte von Ritter Rost und dem Gespenst.

Dann ist sie wieder da, die aufgeregte Lautstärke. Denn die Kinder wissen: Vor der Show ist nach der Show. Der zweite bunte Abend schließlich wartet noch auf sie.

Quelle: HNA

Kommentare