Kathy Kelly trat mit dem Homberger Shantychor in der Stadthalle auf

Die große Welle der Musik

Schipperten über ein Meer der Melodien: Der Shantychor Homberg-Borken – links Chorleiter Theo Piskorz – gab in der Homberger Stadthalle ein Konzert mit Kathy Kelly. Foto:  Thiery

Homberg. Da schlugen die Wellen hoch: In der Homberger Stadthalle gab es jetzt eine stimmungsvolle Mischung aus Schlagern, Seemannsliedern, Folk und Arien. Der Shantychor Homberg-Borken hatte sich einen Traum erfüllt und die Sängerin Kathy Kelly zu einem Konzert geladen. Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt am Ende.

Die Sängerin, früher Mitglied der berühmten Kelly Family, überzeugte mit ihrer großen Stimme und mit ihrer Vielseitigkeit: Sie spielte zur Begeisterung ihrer Fans, die auch von weiter her angereist waren, auch selbst Schifferklavier, Geige und Gitarre.

Publikum schmolz dahin

Überhaupt schipperten die Besucher durch ein bewegtes Meer der Melodien: Sie klatschten zu feurig geschmetterten Folksongs, jubelten bei traditionellen irischen Liedern und riefen immer wieder „Kathy, Kathy“.

Und die zeigte ein beeindruckendes Spektrum: Kelly überraschte das Publikum mit Arien aus Werken von Wagner und Puccini, ließ es beim Ave Maria dahin schmelzen oder beim „Halleluja“ von Leonard Cohen fast weinen. Die Künstlerin füllte den Saal mit Stimme und Präsenz bis in den letzten Winkel.

Moderator Berthold Röse hatte sie als die Grande Dame des Gospel und Folk angekündigt und das, das merkte man schnell, das war nicht untertrieben.

Der Shantychor hatte die Stadthalle zum Konzert prächtig ausstaffiert: Die Bühne war wie ein Schiff dekoriert, auf dem der Chor mit Kathy Kelly Seemannslieder und Schlager sang. Dazu gab es eine Videowand, auf der Szenen aus dem Seemansleben zu sehen waren. Neben dem berühmten Lied vom betrunkenen Matrosen („Drunken Sailor“), das Hagen Kühne sehr überzeugend sang, gab es immer wieder Soloeinlagen. Martina Bülter sang Lale Andersens Welthit „Lili Marleen“. Auch Chorleiter Theo Piskorz hatte Solo-Auftritte mit übergroßen chinesischen Schlagzeugen und verschiedenen Gongs initiiert, wobei er stilecht in einer Art Kimono auftrat.

Die rasante Seefahrt durch die musikalische Welt endete mit „Ein schöner Tag“ und „My Bonny is over the ocean“.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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